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SolarWorld: Keine Besserung in Sicht!

Dienstag, 14.02.2017 06:50

Kommentar von Hermann Pichler

Lieber Leser,

beim größten deutschen Photovoltaikkonzern SolarWorld hat auch das vierte Quartal keine Wende herbeigeführt. So sehen die vorläufigen Geschäftszahlen für das Jahr 2016 folgendermaßen aus: Der Absatz konnte um knapp ein Fünftel auf 1.375 Megawatt gesteigert werden, während es umsatzseitig lediglich um 5 Prozent auf 803 Mio. Euro nach oben ging. Diese Diskrepanz verdeutlicht, dass die Preise im Jahresvergleich weiter gesunken sind. Trotz der Bemühungen des Bonner Traditionsunternehmens, die Kosten zurückzufahren, stehen unter dem Strich weiterhin tiefrote Zahlen. Operativ (Ebit) steht den vorläufigen Zahlen zufolge ein Fehlbetrag von 99 Mio. Euro zu Buche, nach minus 95 Mio. Euro im Jahr zuvor. Hierin enthalten waren allerdings auch Wertberichtigungen, sprich nicht cash-relevante Sondereffekte in Höhe von 25 Mio. Euro. Die Liquiditätslage hat sich ebenfalls nachteilig entwickelt. Nach 189 Mio. Euro in 2015 stehen für 2016 lediglich 88 Mio. Euro auf der Habenseite.

So soll es weitergehen

Im laufenden Jahr will sich SolarWorld verstärkt auf die Herstellung monokristalliner Solarmodule und die PERC-Technologie (Passivated Emitter Rear Cell) fokussieren. Hierdurch lässt sich zudem der Arbeitsaufwand reduzieren, so dass die Mitarbeiterzahl voraussichtlich um 400 schrumpfen wird. Der Absatz soll mittelfristig (bis 2019) auf 2 Gigawatt gesteigert werden. In diesem Jahr kalkuliert der ehemalige TecDAX-Konzern mit einem höheren Absatz und Erlösen auf dem Niveau des Vorjahres. Das Ebit soll gegenüber 2016 verbessert werden, gleichwohl wird nach wie vor mit einem negativen Ergebnis gerechnet.

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