„So etwas Extremes habe ich noch nicht erlebt“

Mittwoch, 02.11.2016 11:20 von

Der Deutschland-Chef von Ford beobachtet einen Wahlkampf der Extreme in den USA. Im Interview spricht er zudem über die Stimmung in den amerikanischen Unternehmen und die Angst vor der Abschottung des Landes.

Seit 14 Jahren führt Bernhard Mattes die Geschäfte der Kölner Ford-Werke. Während seiner Amtszeit gab es viele Chefwechsel in der Branche, doch er blieb und überwand auch den Absatzeinbruch in Folge der Finanzkrise. Zum Jahresende nun tritt einer der dienstältesten Auto-Manager ab und wechselt in den Aufsichtsrat der Deutschland-Tochter des Herstellers aus Dearborn, Michigan, des bundesweit nach Umsatz größten US-Unternehmens.

Wichtige Ämter außerhalb von Ford will der 60-Jährige Manager aber behalten. So bleibt er dem Fußballverein 1. FC Köln verbunden. Beim Bundesligisten sitzt er im Beirat und verfolgt, wenn es irgendwie geht, jedes Heimspiel. Zudem bleibt Mattes Präsident der amerikanischen Handelskammer in Deutschland, der größten bilateralen Wirtschaftsvereinigung in Europa. In dieser Funktion verfolgt er den US-Wahlkampf besonders aufmerksam.

Die 1903 gegründete AmCham Germany unterstützt die Interessen ihrer etwa 3.000 Mitglieder in Wirtschaft und Politik und fördert die globalen Handelsbeziehungen. So gilt Mattes als einer der wichtigsten Fürsprecher des transatlantischen Freihandelsabkommens TTIP.

Herr Mattes, in einer Woche entscheiden die amerikanischen Bürger, wer nach Barack Obama ins Weiße Haus einzieht. Wie verfolgen die US-Unternehmen den Wahlkampf?Der Wahlkampf wird in den Unternehmen natürlich mit großem Interesse verfolgt, und auch heftig diskutiert. Donald Trump und Hillary Clinton polarisieren wie kaum Kandidaten vor ihnen. Die Gesellschaft in den USA ist tief gespalten, und viele haben die Sorge, dass das auch nach der Entscheidung so bleibt. Politik lebt ja auch davon, dass sie einen Konsens und Kompromisse findet – und diese Fähigkeit schwindet zusehends. Das ist schwierig, denn die Wirtschaft braucht stabile Rahmenbedingungen.

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