Smartphone-Krise trifft Südkorea zu ungünstigem Zeitpunkt

Mittwoch, 19.10.2016 10:40 von

Für Samsung bedeutet die Absetzung des Galaxy Note 7 einen herben Image-Verlust. Inwieweit sich die Probleme bei dem Unternehmen auf Südkoreas Wirtschaft auswirken könnten, ist unterdessen noch unklar.

Das Aus für das Pannen-Smartphone Galaxy Note 7 kommt für den Technologie-Riesen Samsung wie für Südkorea zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Schon gibt es Befürchtungen, die Probleme mit dem Gerät, das eigentlich ein Vorzeige-Smartphone werden sollte, könnten nicht nur Samsungs Image schaden, sondern auch auf Südkoreas Ruf als High-Tech-Standort abfärben. Doch wie weit die Folgen für Asiens viertgrößte Volkswirtschaft letztlich reichen werden, gilt zumindest als ungewiss. Samsung habe eine große Bedeutung für den Handel und die Industrie des Landes, sagt Kang Du Yong von der Analyse-Abteilung beim staatlichen Koreanischen Institut für Industrie, Wirtschaft und Handel (Kiet). Es sei aber eine Krise für Samsung, „nicht für Korea“.

Allerdings stemmt sich die Regierung derzeit mit allen Kräften gegen das Wachstumsschwäche. Die Exporte - normalerweise die Triebkraft der Wirtschaft - gingen im September erneut zurück, nachdem sie im August erstmals seit 20 Monaten wieder gestiegen waren. Neben anderen Faktoren wie etwa Streiks in der Autoindustrie machte das Handelsministerium auch den Rückruf des Note 7 wegen Brandgefahr bei den Akkus dafür verantwortlich.

Samsung ist die wertvollste Marke des Landes, die Produkte des Elektronikherstellers gehören zu den wichtigsten Exportgütern und prägen das Bild eines technikversessenen Landes mit, das Ausländer von Südkoreahaben. „Psychologisch ist Samsung für die Koreaner das Aushängeschild, und es ist ein Unternehmen, das sich ein gewisses Branding erarbeiten konnte“, sagt der Leiter von Germany Trade and Invest, die Außenwirtschaftsagentur Deutschlands in Südkorea, Alexander Hirschle.

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