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Slowakei verlangt Zugang zum britischen Arbeitsmarkt für EU-Bürger

Sonntag, 18.09.2016 16:29 von

PRAG/BRATISLAVA (dpa-AFX) - Die östlichen EU-Staaten Slowakei, Tschechien, Ungarn und Polen werden bei den Brexit-Verhandlungen auf dem ungehinderten Zugang zum britischen Arbeitsmarkt bestehen. "Wir befürchten, dass eine Art zweite Klasse von Bürgern entstehen könnte, die in Großbritannien arbeiten, aber nicht die gleichen Rechte haben", sagte der slowakische Ministerpräsident Robert Fico am Sonntag im Sender CT. Wenn die Regierung in London nach einem Austritt weiter freien Zugang zum EU-Markt haben wolle, müsse sie das Prinzip der Freizügigkeit für Erwerbstätige anerkennen, forderte der Sozialdemokrat. "Großbritannien wird sich nicht die Rosinen aus dem Kuchen picken können", unterstrich Fico.

Nach dem Sondergipfel in Bratislava vom Freitag betonte Fico die Einigkeit der übrigen 27 EU-Staaten. Die politische Botschaft des Treffens lautete seiner Ansicht nach: "Keine Themen eröffnen, welche die Europäischen Union spalten." Das Projekt EU-weiter Flüchtlingsquoten sei aus diesem Grund politisch tot. "Wenn wir es ernst meinen damit, dass wir attraktiver und geeinter auftreten wollen, dann hat dieses Thema keinen Platz am Tisch", erklärte Fico. Die Schengen-Außengrenzen zu schützen und keine, so wörtlich, "illegalen Migranten" hereinzulassen, sei der "einzig gangbare Weg"./hei/DP/he