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SLM setzt wegen gescheiterter Übernahme durch GE im dritten Quartal weniger um

Donnerstag, 10.11.2016 08:19 von

LÜBECK (dpa-AFX) - Die geplatzte Übernahme durch General Electric (General Electric Aktie) (GE) hat den 3D-Drucker-Hersteller SLM Solutions operativ belastet. Die GE-Offerte habe bei einigen Marktteilnehmern für eine zunächst abwartende Haltung gesorgt. Aus diesem Grund musste das zuletzt von hohen Zuwächsen verwöhnte Unternehmen im dritten Quartal einen Umsatzrückgang verkraften. Der Erlös sei um knapp sechs Prozent zurückgegangen, teilte das 2014 an die Börse gebrachte und nach einem starken Kursanstieg der Aktie inzwischen im TecDax notierte Unternehmen am Donnerstag in Lübeck mit.

Dank eines starken ersten Halbjahres legte der Umsatz in den ersten neun Monaten jedoch um fast 43 Prozent auf 48,4 Millionen Euro zu. Der Verlust stieg vor allem wegen höherer Personalkosten von 1,9 Millionen Euro im Jahr zuvor auf 5,4 Millionen Euro. Die Prognosen für das laufende Jahr wurden trotz des schwachen dritten Quartals bestätigt. "Die Ziele können weiterhin erreicht werden, sind aber wie Vorjahr in besonderem Maße vom Ablauf des vierten Quartals abhängig", hieß es in der Mitteilung. In diesem Zeitraum findet unter anderem die wichtige Branchenmesse Formnext in Frankfurt statt.

GE hatte Ende Oktober die erst wenige Wochen davor angekündigte Übernahme von SLM abgeblasen. Der amerikanische Konzern hatte 38 Euro je Aktie oder insgesamt 683 Millionen Euro für SLM geboten. Sie wollten aber mindestens 75 Prozent der Anteile erhalten, um das Unternehmen vollständig kontrollieren zu können. Da einige Anleger, unter anderem der für seine Störfeuer bekannte Finanzinvestor Paul Singer, mehr rausschlagen wollten und deshalb ihre Anteile nicht anboten, zog sich GE zurück und kaufte stattdessen den SLM-Konkurrenten Concept Laser, der nicht an der Börse notiert ist.

Die SLM-Aktie, die infolge des GE-Gebots bis auf 44,3 Euro geklettert war, stürzte daraufhin deutlich ab. Zuletzt kostete sie rund 31 Euro. Trotz des Kursverfalls in den vergangenen Wochen ist die Aktie mit einem Plus von 63 Prozent der bisher größte Gewinner im TecDax./zb/stb