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SJB FondsEcho. Invesco Global Leisure Fund .

Donnerstag, 12.01.2017 19:33

 

SJB FondsEcho. Freizeitaktivitäten. Zunehmend. Invesco Global Leisure Fund (LU00528644199).

 

Ein ganz wichtiger Trend ist übergreifend sowohl in den etablierten Volkswirtschaften als auch den Ökonomien der Schwellenländer festzustellen: Den Bürgern steht immer mehr Zeit für Freizeitaktivitäten zur Verfügung, weshalb Unternehmen, die Produkte und Dienstleistungen in diesem Bereich anbieten, nachhaltig profitieren.

Die in den USA genauso wie in Japan oder China zu konstatierende Entwicklung hin zu einer zunehmenden „Freizeitgesellschaft“ hat dafür gesorgt, dass Firmen aus den Bereichen Einzelhandel, Medien oder Software zu den großen Gewinnern der letzten Jahre gehören und in einem Umfeld ohnehin steigender Börsenkurse überproportional zugelegt haben. In der Konsequenz gehört der Invesco Global Leisure Fund zu den langfristig erfolgreichsten Aktienfonds, mit denen die international breit aufgestellte FondsGesellschaft Invesco aufwarten kann. Allein über den letzten Fünfjahreszeitraum hat der weltweit streuende Aktienfonds mit US-Fokus +131,21 Prozent in der FondsWährung US-Dollar zugelegt – eine höchst attraktive Mehrrendite von fast vierzig Prozentpunkten gegenüber dem MSCI World Consumer Discretionary Index, der als Benchmark fungiert. Im Morningstar-Ranking sorgt diese Top-Performance für Platz eins im Sektor der über 50 Aktienfonds, die dem Bereich „Konsumgüter und -dienstleistungen“ zugeordnet werden.

FondsManager Ido Cohen, der gemeinsam mit Juan Hartsfield den Invesco Global Leisure Fund A USD (WKN 974035, ISIN LU0052864419) verwaltet, führt als Grund für die deutliche Outperformance gegenüber dem Vergleichsindex die Übergewichtung in den Bereichen Software und Internetdienstleistungen sowie Medien und Versandhandel an. Cohen erwartet eine Fortsetzung des Trends steigender Einkommen in den Schwellenländern, der gemeinsam mit der steigenden Verfügbarkeit von Freizeit zu einer fortgesetzten Aufwärtsbewegung bei den Werten in seinem Anlageuniversum führen dürfte. Der Invesco Global Leisure Fund wurde im Oktober 1994 aufgelegt und besitzt ein FondsVolumen von umgerechnet 261,65 Millionen Euro – seit November 2016 ist auch eine in Euro notierende, ausschüttende Anteilsklasse mit der WKN A2ATW6 verfügbar. Der Start ins neue Anlagejahr ist dem „Freizeit-Fonds“ gut gelungen: 2017 verzeichnet das Invesco-Produkt bereits eine positive Wertentwicklung von +1,78 Prozent, in 2016 waren es +13,13 Prozent auf USD-Basis. Wie sieht die FondsStrategie im Detail aus?

 

FondsStrategie. Stockpicking. Praktiziert.

Der Invesco Global Leisure Fund hat sich langfristiges Kapitalwachstum zum Ziel gesetzt und investiert hierzu in Aktien von Unternehmen aus dem weltweiten Freizeitsektor. Zum Anlageuniversum zählen internationale Firmen, die überwiegend im Bereich der Gestaltung, der Herstellung oder des Vertriebs von Produkten und Dienstleistungen im Zusammenhang mit Freizeitaktivitäten von Privatpersonen tätig sind. Der Invesco-Fonds verfolgt ein aktives Portfoliomanagement und wendet bei seiner Einzeltitelauswahl die Stockpicking-Strategie an. In der Konsequenz wird eine teils deutlich vom Referenzindex abweichende Sektoren- und Ländergewichtung vorgenommen, die zugleich die Basis für die nachhaltige Outperformance darstellt: Überdurchschnittlich hoch gewichtet sind die im MSCI World Consumer Discretionary kaum vertretenen Bereiche der Softwarefirmen und Online-Dienstleister, ein besonderes Augenmerk richtet das FondsManagerduo auch auf den Mediensektor sowie den Internet-Versandhandel. Unterdurchschnittlich repräsentiert ist in dem Invesco-Fonds hingegen der Automobilsektor, wobei die Aktie von Toyota Motor die größte Untergewichtung auf Einzeltitelebene darstellt. Die Invesco-Marktstrategen Cohen und Hartsfield erwarten eine Fortsetzung des Trends schneller steigender Einkommen in den Schwellenländern als in den USA, weshalb Anbieter von günstigen sowie hochwertigen Nichtbasiskonsumgütern weiterhin schneller wachsen dürften als ihre auf den europäischen Markt fokussierten Wettbewerber. Fortsetzen sollte sich auch der Trend einer zunehmenden Beliebtheit des Online-Handels, der dem traditionellen Einzelhandel weitere Marktanteile abnehmen wird. Zuletzt werden die stark wachsenden Online-Medien den traditionellen Formaten ihre Marktanteile streitig machen, prognostizieren die Invesco-FondsManager. Wie ist ihr FondsPortfolio im Einzelnen zusammengesetzt?

 

FondsPortfolio. USA. Favorisiert.

In der Länderallokation des Invesco Global Leisure Fund liegen die Vereinigten Staaten mit 87,3 Prozent Anteil am FondsVermögen auf Platz eins. Deutlich dahinter folgt Japan, wo 4,9 Prozent der FondsBestände investiert sind. Auf dem dritten Platz der Länderaufteilung des Konsum- und Freizeit-Fonds liegt China mit 2,3 Prozent des Volumens. Aktien aus Frankreich besitzen einen Portfolioanteil von 1,9 Prozent, Dividendentitel aus den Niederlanden sind mit 1,6 Prozent gewichtet. Aktien aus Russland machen 0,5 Prozent des FondsVolumens aus, Investments in Schweden und Singapur runden das Länderportfolio des Invesco-Produktes ab. Per Ende November 2016 verfügt der Fonds über eine Liquidität von 1,5 Prozent. Welche Sektorenschwerpunkte setzt das FondsManagement?

Im Portfolio des Invesco-Fonds liegen Unternehmen aus dem Mediensektor auf dem ersten Platz, die 22,9 Prozent des FondsVermögens ausmachen. Unter den Top 10 wird der Bereich durch die Aktien des Kabelnetzbetreibers Comcast sowie den Unterhaltungskonzern Time Warner vertreten. 13,5 Prozent Anteil an der Gesamtallokation weisen Firmen aus dem Softwaresektor auf, die innerhalb des Fonds durch den Videospielanbieter Electronic Arts repräsentiert werden. Die drittgrößte Branche innerhalb des FondsPortfolios stellen Internethändler und Direktvermarkter mit 12,8 Prozent dar – hier wird der Branchenriese Amazon, zugleich größte Einzelposition unter den Top 10, vom FondsManagement besonders favorisiert. Der Konsumgütersektor nimmt 10,9 Prozent des FondsVermögens ein, Betreiber von Hotels und Restaurants sind mit demselben Prozentsatz gewichtet. Etwas schwächer ist der Invesco-Fonds im Einzelhandel (10,8 Prozent) sowie im Bereich der Internetdienste (8,8 Prozent) engagiert. Abgerundet wird das Portfolio durch Positionen bei Vertriebsunternehmen (1,6 Prozent) sowie einen 6,3-prozentigen Bestand in sonstigen Sektoren.

 

FondsVergleichsindex. Korrelation. Ausgeprägt.

In unserer unabhängigen SJB FondsAnalyse wird der Invesco Global Leisure Fund dem MSCI World Index USD NETR gegenübergestellt. Das Ergebnis der Korrelationsanalyse mit der Benchmark für den weltweiten Aktienmarkt zeigt, dass beide Elemente einen hohen Gleichlauf aufweisen. Die Korrelation zwischen Fonds und Vergleichsindex liegt über drei Jahre bei 0,87, für ein Jahr ist sie mit 0,88 noch etwas stärker ausgeprägt. Die Kursentwicklung von Invesco-Fonds und Referenzindex vollzieht sich damit weitgehend parallel, wie auch die Kennzahl R² beweist. Diese liegt für drei Jahre bei 0,76, über ein Jahr erreicht sie einen Wert von 0,78. Damit haben sich mittelfristig 24 Prozent der FondsEntwicklung indexunabhängig vollzogen, kurzfristig sind es 22 Prozent. Hier zeigt sich, dass das FondsManagerduo Cohen/Hartsfield mit seiner individuellen Titelselektion zuletzt etwas geringer von der SJB-Benchmark abgewichen ist. Der Tracking Error liegt über drei Jahre bei moderaten 8,29 Prozent und geht auf Jahressicht auf 6,38 Prozent zurück – große aktive Risiken werden demnach vom Invesco-Fonds nicht eingegangen. Welche Schwankungen verzeichnet das FondsPortfolio?

 

 

FondsRisiko. Schwankungen. Erhöht.

Der Invesco Global Leisure Fund weist über drei Jahre eine Volatilität von 18,66 Prozent auf, die sich einige Prozentpunkte oberhalb der Schwankungsintensität der gewählten Benchmark befindet: Der MSCI World Index USD NETR besitzt für diesen Zeitraum eine „Vola“ von 15,14 Prozent. Im kurzfristigen Zeithorizont erhöht sich der Volatilitätsvorsprung auf Seiten des aktiv gemanagten FondsProduktes aus dem Hause Invesco: Mit 19,57 Prozent ist die durchschnittliche Schwankungsneigung um 4,2 Prozentpunkte höher als diejenige des passiven Vergleichsindex von 15,54 Prozent. Insgesamt weist der global anlegende „Freizeit-Fonds“ eine überdurchschnittliche Schwankungsanfälligkeit gegenüber dem breit gestreuten MSCI World auf – eine Tatsache, die angesichts der starker spezialisierten Sektorenstruktur so logisch wie verzeihlich ist. Was kann die Beta-Analyse zur FondsKlassifikation beitragen?

Aufgrund seiner erhöhten Volatilitätszahlen wartet der Invesco-Fonds mit einem über Marktniveau liegenden Beta von 1,11 über drei Jahre auf. Die Risikokennziffer, die die Schwankungsanfälligkeit der Renditen von Fonds und Index vergleicht, weist für ein Jahr einen erhöhten Wert von 1,21 auf. Der rollierende Zwölfmonatsvergleich der Beta-Werte über die letzten drei Jahre ergibt, dass sich der Fonds mehrheitlich schwankungsintensiver als die SJB-Benchmark präsentierte: In 31 der untersuchten 36 Einzelzeiträume lag die Risikokennziffer über dem Marktrisikofixwert von 1,00 und nahm dabei Werte bis 1,38 in der Spitze an. Dem stehen lediglich fünf Perioden gegenüber, in denen das Beta unter der Schwelle von 1,00 verblieb und einen Wert von zutiefst 0,86 erreichte. Die stärkere Schwankungsfreude des Konsum- und Freizeit-Fonds im Vergleich zur globalen MSCI-Benchmark sorgt für ein leicht erhöhtes Risikoprofil – können die Renditezahlen dies ausgleichen?

 

FondsRendite. Alpha. Positiv.

Per 10. Januar 2017 hat der Invesco Global Leisure Fund über drei Jahre eine kumulierte Wertentwicklung von +56,86 Prozent in Euro erwirtschaften können. Eine ausgezeichnete Performance, die einer attraktiven Rendite von +16,18 Prozent p.a. entspricht. Zugleich fällt die Wertentwicklung des FondsProduktes klar besser als diejenige des SJB-Vergleichsindex MSCI World USD NETR aus, der im Dreijahreshorizont auf eine Performance von +47,42 Prozent in Euro zurückblickt. Der weltweite Aktienmarkt erreicht demnach eine Jahresrendite von +13,80 Prozent auf Eurobasis. Auch kurzfristig liegt der Invesco-Fonds mit seiner Wertentwicklung vorn: Über ein Jahr hat das vom FondsManagerteam Cohen/Hartsfield zusammengestellte Aktienportfolio +22,45 Prozent an Wert zugelegt, während der MSCI-Referenzindex ein Plus von +19,98 Prozent generierte. In beiden untersuchten Zeithorizonten erzielt der Fonds für Konsum- und Freizeit-Aktien einen Renditevorsprung zur Benchmark und geht damit als klarer Sieger aus dem Performancewettstreit hervor.

Die Mehrrendite des Fonds findet ihren Niederschlag in einem positiven Alpha-Wert, der über drei Jahre 0,10 beträgt. Auf Jahressicht rutscht die Renditekennziffer hingegen in den roten Bereich und verzeichnet einen Wert von -0,11. Im rollierenden Zwölfmonatsvergleich über drei Jahre zeigt sich, dass der Invesco-Fonds in der Mehrzahl der Fälle ein Performanceplus zum MSCI World erwirtschaften konnte. In 23 der letzten 36 untersuchten Einjahreszeiträume verzeichnete der Fonds ein positives Alpha bis 0,89 in der Spitze, lediglich in 13 Einzelperioden wurden negativen Alpha-Werte von zutiefst -0,34 generiert. Insgesamt vermag das Rendite-Risiko-Profil des Invesco-Fonds zu überzeugen: Die Spezialisierung auf ausgewählte Freizeit-Aktien liefert eine regelmäßige und auch in ihrer absoluten Höhe attraktive Outperformance zum Gesamtmarkt, die die etwas höhere Schwankungsanfälligkeit kompensiert. In der Konsequenz befindet sich die Information Ratio über die letzten drei Jahre mit 0,25 im positiven Terrain.

 

SJB Fazit. Invesco Global Leisure Fund.

Zunehmende Einkommen und die stärkere Verfügbarkeit von Freizeit sorgen weltweit für überproportionale Kurssteigerungen bei all denjenigen Unternehmen, die sich in Sektoren wie dem Online-Handel, speziellen Software-Anwendungen oder dem Tourismus bewegen. Auch Medienunternehmen und Konsumgüterproduzenten profitieren überdurchschnittlich von diesem Trend, der in den großen Industrienationen wie den Schwellenländern vorherrscht. Der Invesco Global Leisure Fund zieht die Konsequenzen aus dieser Entwicklung und überzeugt mit seinem Portfolio ausgewählter Konsum- und Freizeit-Aktien, das den MSCI World langfristig weit hinter sich lässt.

 

 

Erläuterungen

 

Alpha

Ist die Kennziffer für die Renditechancen. Das Alpha beziffert jenen Teil der FondsRendite, der auf aktive Titelauswahl zurückzuführen ist. Je höher das Alpha, umso besser hat sich der Fonds im Verhältnis zum Markt entwickelt. Beispiel: Ein Alpha von 5,0 zeigt an, dass der Fonds im Vergleich zu seiner Benchmark in den gewählten Betrachtungszeiträumen einen durchschnittlichen Mehrertrag von 5,0 Prozent erzielt hat. Ein positives Alpha deutet darauf hin, dass durch aktives Portfoliomanagement eine Mehrrendite für den Investor erwirtschaftet wurde. Insofern ist die Kennziffer ein Leistungsindikator für erfolgreiches FondsManagement. Gerade im Wettbewerb mit passiven ETFs ist das Alpha das Aushängeschild für Fonds.

 

Beta

Gilt als Risikomaß. Das Beta ist ein Indikator dafür, wie stark die Erträge eines Fonds tendenziell auf Wertschwankungen am Markt reagieren. Die Kennzahl bemisst die relative Volatilität eines Investmentfonds in Bezug auf den Gesamtmarkt. Anders ausgedrückt: Beta ist das Resultat eines Risikovergleichs zwischen Fonds und Benchmark. Deshalb wird bei der Investmentanalyse einem Index als Repräsentant des Marktes der feste Wert Beta = 1 zugesprochen. Hat ein Fonds ein Beta von 1, ist sein Risiko identisch mit demjenigen des Index. Ein Beta > 1 bedeutet, das FondsRisiko ist überproportional, seine Wertschwankungen sind ausgeprägter. Ein unter 1 liegendes Beta lässt auf geringere Kursschwankungen eines Fonds schließen, er ist risikoärmer. Ein Beispiel: Weicht die Volatilität des Fonds um 15 Prozent nach unten ab, ist sein Beta 0,85, weicht sie 15 Prozent nach oben ab, ist es 1,15. Ein hohes Beta bedeutet potentiell höhere Erträge, aber auch ein gesteigertes Risiko. Ein niedriges Beta zeigt an, dass der Fonds potentiell geringere Erträge erzielt, dabei aber auch ein niedrigeres Risiko eingeht. Ein negatives Beta bedeutet, dass sich der Fonds gegenläufig zur Marktentwicklung verhält.

 

Dividendenrendite

Die Dividendenrendite ist eine klassische Kennzahl zur Bewertung einer Aktie und misst die Dividende einer Aktie im Verhältnis zum Aktienkurs zum Zeitpunkt der Ausschüttung. Sie wird in Prozent angegeben. Je höher der Wert, desto mehr Anteil an der Unternehmensleistung erhalten Aktionäre in Form der Dividende. Diese Erträge sind unabhängig von der Kursentwicklung an der Börse. Im Gegensatz zum Kurs-Gewinn-Verhältnis KGV werden hier die Erträge als Maßstab für die Rendite genommen, die tatsächlich den Anteilseignern zugute kommen. Hohe Dividendenrenditen können die starke Ertragskraft eines Unternehmens anzeigen, umgekehrt aber auch problematisch sein, da die ausgeschütteten Beträge nicht für Investitionen zur Verfügung stehen.

 

Information Ratio

Die Information Ratio ist eine Kennziffer zur Beurteilung der Managementqualität eines Fonds. Sie wird errechnet, indem man die Überrendite (aktive Rendite) durch das aktive Risiko teilt. Insofern ist sie das Barometer für den risikobereinigten Ertrag. Die aktive Rendite wird hierbei mit Alpha gemessen, das aktive Risiko anhand des Tracking Errors. Die Kennzahl liefert eine Aussage, ob das eingegangene Risiko durch die erzielte Mehrrendite gerechtfertigt ist. Ist die Information Ratio positiv, ist dies der Fall. Je höher der Wert, desto besser ist das Management von Rendite und Risiko des untersuchten Fonds.

 

Korrelation

Die Korrelation ist die Kennziffer für die wechselseitige Abhängigkeit zweier Investments. Die Korrelationskennziffer gibt Richtung und Stärke des Zusammenhangs an und liegt dabei in einer Bandbreite zwischen 1,0 für Investitionen, deren Wertentwicklung absolut gleich verläuft, und -1,0 für Investments, deren Wertentwicklung sich genau entgegengesetzt darstellt. Bei einer Korrelation von 0,0 besteht keinerlei Übereinstimmung. Die Kennzahl macht eine Aussage zur strukturellen Abhängigkeit der Wertentwicklung eines Fonds von seinem Vergleichsindex. Weisen Fonds und Index eine hohe Korrelation auf, werden sie auf dieselben Marktrisiken und -entwicklungen ähnlich reagieren. Die Korrelation sollte im Zusammenhang mit dem Beta-Faktor betrachtet werden und gibt dessen Güte an. Je höher die Korrelationskennziffer an 1 oder -1 heranreicht, desto größer ist die Aussagekraft des Beta-Faktors.

 

Kurs-Buch-Verhältnis (KBV)

Das KBV ist eine Kennzahl für den Substanzwert eines Unternehmens. Es wird errechnet, indem man den Aktienkurs durch den Buchwert je Aktie teilt. Der Buchwert der Aktiengesellschaft ergibt sich durch den Abzug der Verbindlichkeiten von der Summe der Aktiva. Die Aussagekraft der Bücher kann je nach Branche variieren und ist bei Industriefirmen beispielsweise höher als im IT-Sektor. Der Buchwert der Aktie ist das Ergebnis der Division des Unternehmensbuchwerts durch die Anzahl der Aktien. Je niedriger der Wert ist, desto preiswerter ist die Aktie. Wenn der Aktienkurs dem Buchwert entspricht, wird die Aktie zu ihrem „fairen Wert“ gehandelt.

 

Kurs-Cashflow-Verhältnis (KCV)

Das KCV ist eine Kennzahl der Liquidität eines Unternehmens. Man erhält es, indem man den Aktienkurs durch den Cashflow je Aktie teilt. Der Cashflow eines Unternehmens bildet die wirklichen Zahlungsflüsse in einer bestimmten Zeitperiode ab. Sein Wert gibt das Volumen der im Unternehmen für Investitionen und das Begleichen von Verbindlichkeiten vorhandenen liquiden Mittel an. Mit dem KCV kann die Entwicklung der Ertragskraft einer Aktiengesellschaft bewertet werden. Dabei gilt eine Aktie als umso preiswerter, je niedriger ihr KCV ist.

 

Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)

Das KGV ist die Kennzahl der Ertragskraft eines Unternehmens. Es wird errechnet, indem man den Aktienkurs durch den Gewinn je Aktie teilt. Hier gilt: Je niedriger die Kennzahl, desto preiswerter ist die Aktie. Ein niedriges KGV wird an der Börse als Einstiegssignal in die Aktie interpretiert. Sie gilt als unterbewertet und hat Aufwärtspotenzial. Liegt das KGV eines Titels hingegen über dem Marktdurchschnitt, kann dies als Ausstiegssignal gewertet werden. Die Aktie gilt als überbewertet, die Wahrscheinlichkeit, dass ihr Kurs fällt, ist hoch. Im Falle korrigierter Gewinnerwartungen kann das KGV zu Fehlinterpretationen führen, da optisch niedrige Kennzahlen die Ertragssituation des Unternehmens nicht mehr richtig wiedergeben.

 

Die Kennzahl R² baut auf der Korrelation auf. Sie drückt den Prozentsatz der Bewegungen eines Fonds aus, die durch Bewegungen in seinem Referenzindex erklärt werden können. R² ist das Quadrat der Korrelation. Ein R² von 0,7 bedeutet, dass 70,0 Prozent der Entwicklung des Fonds das Ergebnis der Entwicklung des Referenzindex ist bzw. 30,0 Prozent auf die aktive Auswahl von Aktien zurückgeführt werden können. Je deutlicher die Zahl unterhalb von 1 liegt, umso unabhängiger ist der Ertrag des Fonds vom Referenzindex. R² wird genutzt, um die Aussagekraft von Beta zu bestimmen. Je höher das R², desto signifikanter das Beta, weil klar wird, wie sehr dieses auf aktivem FondsManagement basiert. R² hilft also, den Grad sowie die Qualität der FondsManageraktivität einzuordnen.

 

Sharpe Ratio

Die Sharpe Ratio ist ein Maß für das Gesamtrisiko eines Fonds, da sie die Rendite ins Verhältnis zum absoluten Risiko des Fonds setzt. Die nach dem Nobelpreisträger William Sharpe benannte Kennziffer misst die Überschussrendite eines Fonds pro Risikoeinheit. Dabei wird der Fonds mit dem risikolosen Geldmarkt konfrontiert. Liegt die Sharpe Ratio eines Fonds bei 0,40 und damit im positiven Bereich, ist dies ein Indiz dafür, dass die FondsInvestition rentabler ist als die Platzierung des Kapitals am Geldmarkt. Ein negativer Wert bedeutet: Der Fonds ist schlechter als der Geldmarkt. Zu beachten bei der Interpretation dieser Kennzahl ist, dass sich die Definition eines „risikolosen“ Zinses im Zuge der Finanzkrise massiv gewandelt hat. Streng genommen sind risikolose Investments gar nicht mehr existent.

 

Tracking Error

Der Tracking Error ist die Kennziffer für die Spurabweichung des Fonds vom Index. Sie misst, wie stark die Positionen und ihre Gewichtung im Portfolio des Fonds prozentual von denen des Index abweichen. Zur Berechnung wird die Standardabweichung der Differenzrendite zwischen dem Fonds und seiner Benchmark ermittelt. Insofern wird der Tracking Error auch als Indikator für aktives Risiko verstanden und dient neben Alpha als Grundlage für die Berechnung der Information Ratio. Je niedriger der Tracking Error, desto stärker orientiert sich der FondsManager am Vergleichsindex. Je höher der Wert ist, desto unabhängiger bewegt sich der FondsManager in seinem Markt.

 

Value-at-risk (VAR)

Der Begriff bezeichnet ein Risikomaß für die Wahrscheinlichkeit und den Umfang von Verlusten einer bestimmten Risikoposition (z. B. eines Portfolios von Wertpapieren) in einem gegebenen Zeithorizont. Ein VAR von 10 Mio. Euro bei einer Haltedauer von 1 Tag und einer als Konfidenzniveau bezeichneten Eintrittssicherheit von 97,5 Prozent bedeutet, dass der potenzielle Verlust der betrachteten Risikoposition von einem Tag auf den nächsten mit einer Wahrscheinlichkeit von 97,5 Prozent den Betrag von 10 Mio. Euro nicht überschreiten wird. VAR wurde von J.P. Morgan entwickelt und ist heute ein Standardrisikomaß im Finanzsektor.

 

Autor:

Gerd Bennewirtz ist als geschäftsführender Gründungsgesellschafter der SJB FondsSkyline OHG 1989 Herausgeber speziell auf Privatinvestoren zugeschnittener Newsletter. Die wöchentlich erscheinenden Publikationen können gratis angefordert werden unter FondsEcho@sjb.de oder www.sjb.de.