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SJB FondsEcho. DPAM L Bonds Emerging Markets Sustainable .

Donnerstag, 16.02.2017 19:49

 

SJB FondsEcho. Renditen. Attraktiv. DPAM L Bonds Emerging Markets Sustainable (LU0907927171).

 

Die Niedrig- und Nullzinsphase in den Industrieländern ist noch lange nicht vorbei. Selbst wenn die US-Notenbank Fed allmählich erste Zinsanhebungen durchführt, so lässt die ultralockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank wie der Bank of Japan auf absehbare Zeit weiter äußerst magere oder gar negative Renditen erwarten.

Deutlich attraktiver fallen die Renditen der Staatsanleihen von Schwellenländern aus, die im aktuellen Kapitalmarktumfeld höchst wettbewerbsfähig sind. Nach einer Schwächephase im zweiten Halbjahr 2015 habe sich die Notierungen stabilisiert und es wurde der Grundstein für eine seither andauernde, überzeugende Aufwärtsbewegung geschaffen. Die Stabilisierung der Rohstoffpreise, eine sich nur schrittweise verlangsamende Konjunktur in China sowie der in seinem Aufwertungspotenzial allmählich ausgereizte US-Dollar sind allesamt Entwicklungen, die für die Währungen und Volkswirtschaften der Schwellenländer förderlich sind. Oftmals verfügen die Emerging Markets über hohe Devisenreserven, eine vergleichsweise geringe Staatsverschuldung sowie nur begrenzte Rückzahlungsverpflichtungen in Hartwährungen – alles Argumente, die für eine nur geringe Wahrscheinlichkeit von Zahlungsausfällen sprechen. Hinzu kommt die Verpflichtung zu umfassenden Strukturreformen, die viele Schwellenländer eingegangen sind. Indien, Indonesien, Mexiko oder die mitteleuropäischen Staaten zielen so auf eine Stärkung ihrer Finanzstabilität ab und planen durch eine Produktivitätssteigerung ihre Situation weiter zu verbessern.

Noch steigern lässt sich das Rendite/Risiko-Verhältnis von Emerging-Markets-Anleihen durch die Anwendung von Nachhaltigkeitskriterien. Hier ist die belgische FondsGesellschaft Degroof Petercam Asset Management (DPAM) besonders erfolgreich, die einen einzigartigen Nachhaltigkeitsansatz für Schwellenländeranleihen entwickelt hat und umsetzt. Der DPAM L Bonds Emerging Markets Sustainable A DIS (WKN A1T68G, ISIN LU0907927171) wurde im März 2013 aufgelegt und weist aktuell ein FondsVolumen von 461,8 Millionen Euro auf. FondsWährung ist der Euro, als Vergleichsindex wird der JPM GBI-EM Global Diversified TR EUR verwendet. Seit April 2016 kann sich der Schwellenländerfonds über das Top-Rating von Morningstar von fünf Sternen freuen. FondsManager Thierry Larose erzielt eine dauerhafte Outperformance zu seiner Benchmark und überzeugt gegenüber der Morningstar-Vergleichsgruppe durch sein attraktives Risiko/Rendite-Profil. Der Start ins neue Handelsjahr 2017 ist dem DPAM-/Produkt gut gelungen: Seit Jahresbeginn hat der Anleihenfonds um +3,96 Prozent auf Eurobasis zugelegt, in 2016 konnte eine attraktive Wertentwicklung von +14,80 Prozent generiert werden. Wie sieht die nachhaltige Anlagestrategie im Detail aus?

 

FondsStrategie. Nachhaltigkeitsfilter. Angewandt.

Der DPAM L Bonds Emerging Markets Sustainable investiert schwerpunktmäßig in Staatsanleihen von Schwellenländern in Lokalwährungen und mischt bis zu 30 Prozent an Schuldtiteln in Hartwährungen bei. Als Anlageinstrumente kommen insbesondere fest oder variabel verzinsliche Anleihen oder sonstige Schuldtitel (ewige Anleihen, inflationsgebundene Anleihen, Nullcouponanleihen, Credit Linked Notes und Fiduciary Notes) infrage. Diese müssen von Schwellenländern oder von internationalen Organisationen öffentlich-rechtlichen Charakters (wie der Weltbank oder der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung) begeben bzw. garantiert werden. FondsManager Thierry Larose wählt die in seinem Portfolio enthaltenen Staatsanleihen nach Kriterien der Nachhaltigkeit aus; die Selektionskriterien berücksichtigen dabei ethische und ökologische Aspekte sowie das Vorliegen eines politisch und sozialökonomisch verantwortungsvollen Regierungssystems. Die Konsequenz dieser Vorgaben: Staatsanleihen aus Russland sowie China sind aufgrund des Nachhaltigkeitsfilters ausgeschlossen, zudem wurde Venezuela aufgrund des Ergebnisses der Finanzanalysen aus dem Anlageuniversum entfernt: Die Wahrscheinlichkeit, dass es dort zu einem Zahlungsausfall kommt, ist laut Anleihenexperte Larose sehr hoch. Der DPAM-FondsManager betont, dass Nachhaltigkeitswerte wie Transparenz und eine demokratische Struktur wichtige Treiber der Performanceentwicklung in den Anleihemärkten sind. Insbesondere gelte dies für das Universum der Schwellenländer, so Larose weiter, da hier der Grad der Differenzierung zwischen den Ländern größer als bei den Industrienationen sei. Länder mit den besten Nachhaltigkeitsbewertungen würden längerfristig nicht nur die größeren Mittelzuflüsse von Investoren anziehen, sondern auch von einem überdurchschnittlichen Wirtschaftswachstum und Ratingheraufstufungen profitieren. Wie sieht das unter diesen Prämissen konstituierte Portfolio im Einzelnen aus?

 

FondsPortfolio. Brasilien. Bevorzugt.

In der Länderallokation des DPAM L Bonds Emerging Markets Sustainable liegt Brasilien mit 10,5 Prozent Anteil am FondsVermögen auf Platz eins. Dahinter folgt Polen, das 8,7 Prozent der Bestände auf sich vereint. Auf dem dritten Platz der Länderaufteilung des Schwellenländer-Anleihenfonds befindet sich Südafrika mit 6,2 Prozent des FondsVolumens. Schuldpapiere von supranationalen Organisationen haben bei FondsManager Larose einen Portfolioanteil von 5,8 Prozent, Anleihen aus Ungarn decken 5,6 Prozent der FondsBestände ab. Mexikanische Staatsanleihen besitzen einen Anteil von 6,0 Prozent im Rentenportfolio des DPAM-Fonds, in Rumänien ist dieser mit 5,4 Prozent engagiert. Kleinere Bestände in Malaysia (5,3 Prozent), Chile (5,2 Prozent) sowie Uruguay (3,9 Prozent) runden das nach Nachhaltigkeitskriterien zusammengestellte Länderportfolio ab.

Die drei am stärksten gewichteten Währungen innerhalb des FondsPortfolios sind der US-Dollar (11,8 Prozent), der polnische Zloty (7,9 Prozent) sowie der mexikanische Peso (7,8 Prozent). In der Ratingstruktur sind Titel aus dem unteren Investment-Grade-Bereich am stärksten vertreten; mit „BBB“ geratete Anleihen machen 34,2 Prozent des FondsVermögens aus. Mit der Bonitätsnote „A“ versehene Titel nehmen 23,3 Prozent der Bestände ein, Anleihen aus dem oberen Investment-Grade-Bereich („AA“ bis „AAA“) decken zusammen 13,4 Prozent des FondsVolumens ab. Komplettiert wird die Portfoliostruktur durch Schuldpapiere mit schwächerem Rating („B“ bis „BB“) von insgesamt 26,6 Prozent, das Barguthaben des DPAM-Fonds liegt per Ende Dezember 2016 bei 2,5 Prozent. Wie FondsManager Larose abschließend berichtet, liegt die durchschnittliche Fälligkeit der Schwellenländeranleihen bei 9,12 Jahren; die aktuelle Rendite beträgt 6,84 Prozent.

 

FondsVergleichsindex. Korrelation. Ausgeprägt.

Für unsere unabhängige SJB FondsAnalyse haben wir den DPAM L Bonds Emerging Markets Sustainable dem Barclays Emerging Markets Local Bond als Vergleichsindex gegenübergestellt, einem weltweit gestreuten Index für Staatsanleihen der Schwellenländer in Lokalwährung. Über drei Jahre ist die Korrelation mit 0,92 stark ausgeprägt, für ein Jahr fällt sie mit 0,84 gleichfalls deutlich aus. Damit liegt die Parallelität der Kursverläufe auf einem hohen Niveau, die Kursbewegungen von Fonds und SJB-Vergleichsindex verlaufen überwiegend synchron. Dies findet seinen Niederschlag in der Kennzahl R²: Für drei Jahre beträgt die Kennziffer 0,84, über ein Jahr geht R² auf 0,71 zurück. Damit haben sich mittelfristig 16 Prozent der Fondsentwicklung indexunabhängig vollzogen, kurzfristig sind es 29 Prozent. FondsManager Larose hat also mit seiner Selektion nachhaltiger Schwellenländeranleihen seine Unabhängigkeit vom globalen EM-Anleihenmarkt kurzfristig gesteigert. Der Tracking Error fällt mit 3,75 Prozent im Dreijahreszeitraum moderat aus und illustriert, dass der Anleihenstratege keine hohen aktiven Risiken in seinem Fonds eingeht. Welche Schwankungen hat das globale Rentenportfolio aufzuweisen?

 

 

FondsRisiko. Volatilität. Gedämpft.

Der DPAM L Bonds Emerging Markets Sustainable weist für drei Jahre eine Volatilität von 10,24 Prozent auf, die noch unterhalb des Schwankungsniveaus liegt, das der Barclays Emerging Markets Local Bond Index mit 11,14 Prozent zu verzeichnen hat. Auch über ein Jahr kann der Nachhaltigkeitsfonds mit den geringeren Schwankungen als der globale Anleihenindex aufwarten: Jetzt beträgt die „Vola“ des DPAM-Produktes 9,39 Prozent, während die von der SJB ausgewählte Benchmark eine Schwankungsbreite von 10,90 Prozent an den Tag legt. Mit seiner generell geringeren Volatilität sichert sich der Fonds im Wettbewerb mit der Benchmark um die bessere Risikostruktur den ersten Platz – in beiden untersuchten Zeithorizonten ist die Schwankungsanfälligkeit des Portfolios niedriger. Was trägt die Beta-Analyse zur FondsBewertung bei?

Das Degroof-Petercam-Produkt überzeugt durch das unter Marktniveau liegende Beta von 0,87 für drei Jahre. Im Einjahreszeitraum geht die Risikokennzahl des Fonds weiter auf 0,79 zurück und liegt damit erneut unter dem Marktrisikofixwert von 1,00. Der rollierende Zwölfmonatsvergleich der Beta-Werte auf Dreijahressicht bekräftigt das positive Szenario aus FondsPerspektive: In allen der letzten 35 betrachteten Einzelzeiträume war das Fonds-Beta geringer ausgeprägt als der marktneutrale Wert und nahm einen Betrag von 0,68 im Tief an. Offensichtlich zeichnet sich das unter Nachhaltigkeitsaspekten zusammengestellte FondsPortfolio durch eine prinzipiell geringere Schwankungsanfälligkeit gegenüber dem EM-Anleihenmarkt aus – ein überzeugendes Argument für die FondsStrategie. Das Risikoprofil des DPAM-Fonds ist als attraktiv zu kennzeichnen – welche Renditen vermag Anleihenstratege Larose zu erzielen?

 

FondsRendite. Alpha. Generiert.

Per 13. Februar 2017 hat der DPAM L Bonds Emerging Markets Sustainable über drei Jahre eine kumulierte Wertentwicklung von +34,54 Prozent in Euro aufzuweisen, was einer Rendite von +10,38 Prozent p.a. entspricht. Eine rundherum überzeugende Performance, deren Qualität im Kontrast zum Barclays Emerging Markets Local Bond Index noch deutlicher wird: Der über die globalen Schwellenländer diversifizierte Rentenindex verzeichnet im selben Zeitraum eine weniger als halb so hohe Gesamtrendite von +16,50 Prozent auf Eurobasis bzw. ein Ergebnis von +5,22 Prozent jährlich. Beim Wechsel des Vergleichszeitraums auf ein Jahr liegt der DPAM-Fonds gegenüber dem Barclays-Referenzindex erneut vorn. Mit einer Wertentwicklung von +22,79 Prozent in Euro erzielt der aktiv gemanagte Fonds die bessere Performance als der passive Index mit +15,50 Prozent. Der über beide Vergleichszeiträume erzielte Renditevorsprung in attraktiver Höhe macht den Anleihenfonds zum Gesamtsieger in der Kategorie „Performance“. Die von FondsManager Larose mit seinem nachhaltigen Anleihenportfolio generierte Mehrrendite zwischen sieben und 18 Prozentpunkten dient als Qualitätsnachweis seiner Auswahlstrategie.

Die überdurchschnittliche Wertentwicklung des DPAM-Produktes im Vergleich zur Benchmark zeigt sich auch an dem positiven Alpha, das über drei Jahre bei 0,46 liegt. Auf Jahressicht befindet sich die Renditekennzahl mit 0,77 noch stärker im positiven Bereich. Der rollierende Zwölfmonatsvergleich der Alpha-Werte über drei Jahre zeigt, dass es dem Schwellenländer-Fonds mit großer Regelmäßigkeit gelang, den Barclays-Referenzindex zu schlagen. In 33 der letzten 35 betrachteten Einjahreszeiträume verzeichnete der Fonds eine Outperformance zur SJB-Benchmark und markierte positive Alpha-Werte bis 1,01 in der Spitze; ganze zwei Intervalle warten mit einem negativen Alpha von zutiefst -0,22 auf. Der fast durchgängig erzielte Renditevorsprung ergänzt die unterdurchschnittlichen Schwankungen des Portfolios perfekt und sorgt dafür, dass der DPAM-Fonds ein überzeugendes Rendite-Risiko-Profil aufweist. Die im letzten Dreijahreszeitraum verzeichnete positive Information Ratio von 1,31 liegt klar im grünen Bereich und komplettiert so das attraktive Gesamtbild.

 

SJB Fazit. DPAM L Bonds Emerging Markets Sustainable.

Der von Degroof Petercam so erfolgreich gemanagte Schwellenländerfonds für Staatsanleihen in Lokalwährung zeigt in aller Deutlichkeit, wie positiv es sich auf die Wertentwicklung auswirken kann, wenn ein Nachhaltigkeitsansatz bei der Titelauswahl angewendet wird. Neben den reinen Performancezahlen überzeugt die geringe Schwankungsanfälligkeit des Produktes gleichermaßen. Wer als FondsInvestor Nachhaltigkeitskriterien wie soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz und eine in politischer Hinsicht verantwortungsvolle Staatsführung berücksichtigen und dabei auf attraktive Renditen nicht verzichten will, ist bei dem DPAM L Bonds Emerging Markets Sustainable bestens aufgehoben.

 

 

Erläuterungen

 

Alpha

Ist die Kennziffer für die Renditechancen. Das Alpha beziffert jenen Teil der FondsRendite, der auf aktive Titelauswahl zurückzuführen ist. Je höher das Alpha, umso besser hat sich der Fonds im Verhältnis zum Markt entwickelt. Beispiel: Ein Alpha von 5,0 zeigt an, dass der Fonds im Vergleich zu seiner Benchmark in den gewählten Betrachtungszeiträumen einen durchschnittlichen Mehrertrag von 5,0 Prozent erzielt hat. Ein positives Alpha deutet darauf hin, dass durch aktives Portfoliomanagement eine Mehrrendite für den Investor erwirtschaftet wurde. Insofern ist die Kennziffer ein Leistungsindikator für erfolgreiches FondsManagement. Gerade im Wettbewerb mit passiven ETFs ist das Alpha das Aushängeschild für Fonds.

 

Beta

Gilt als Risikomaß. Das Beta ist ein Indikator dafür, wie stark die Erträge eines Fonds tendenziell auf Wertschwankungen am Markt reagieren. Die Kennzahl bemisst die relative Volatilität eines Investmentfonds in Bezug auf den Gesamtmarkt. Anders ausgedrückt: Beta ist das Resultat eines Risikovergleichs zwischen Fonds und Benchmark. Deshalb wird bei der Investmentanalyse einem Index als Repräsentant des Marktes der feste Wert Beta = 1 zugesprochen. Hat ein Fonds ein Beta von 1, ist sein Risiko identisch mit demjenigen des Index. Ein Beta > 1 bedeutet, das FondsRisiko ist überproportional, seine Wertschwankungen sind ausgeprägter. Ein unter 1 liegendes Beta lässt auf geringere Kursschwankungen eines Fonds schließen, er ist risikoärmer. Ein Beispiel: Weicht die Volatilität des Fonds um 15 Prozent nach unten ab, ist sein Beta 0,85, weicht sie 15 Prozent nach oben ab, ist es 1,15. Ein hohes Beta bedeutet potentiell höhere Erträge, aber auch ein gesteigertes Risiko. Ein niedriges Beta zeigt an, dass der Fonds potentiell geringere Erträge erzielt, dabei aber auch ein niedrigeres Risiko eingeht. Ein negatives Beta bedeutet, dass sich der Fonds gegenläufig zur Marktentwicklung verhält.

 

Dividendenrendite

Die Dividendenrendite ist eine klassische Kennzahl zur Bewertung einer Aktie und misst die Dividende einer Aktie im Verhältnis zum Aktienkurs zum Zeitpunkt der Ausschüttung. Sie wird in Prozent angegeben. Je höher der Wert, desto mehr Anteil an der Unternehmensleistung erhalten Aktionäre in Form der Dividende. Diese Erträge sind unabhängig von der Kursentwicklung an der Börse. Im Gegensatz zum Kurs-Gewinn-Verhältnis KGV werden hier die Erträge als Maßstab für die Rendite genommen, die tatsächlich den Anteilseignern zugute kommen. Hohe Dividendenrenditen können die starke Ertragskraft eines Unternehmens anzeigen, umgekehrt aber auch problematisch sein, da die ausgeschütteten Beträge nicht für Investitionen zur Verfügung stehen.

 

Information Ratio

Die Information Ratio ist eine Kennziffer zur Beurteilung der Managementqualität eines Fonds. Sie wird errechnet, indem man die Überrendite (aktive Rendite) durch das aktive Risiko teilt. Insofern ist sie das Barometer für den risikobereinigten Ertrag. Die aktive Rendite wird hierbei mit Alpha gemessen, das aktive Risiko anhand des Tracking Errors. Die Kennzahl liefert eine Aussage, ob das eingegangene Risiko durch die erzielte Mehrrendite gerechtfertigt ist. Ist die Information Ratio positiv, ist dies der Fall. Je höher der Wert, desto besser ist das Management von Rendite und Risiko des untersuchten Fonds.

 

Korrelation

Die Korrelation ist die Kennziffer für die wechselseitige Abhängigkeit zweier Investments. Die Korrelationskennziffer gibt Richtung und Stärke des Zusammenhangs an und liegt dabei in einer Bandbreite zwischen 1,0 für Investitionen, deren Wertentwicklung absolut gleich verläuft, und -1,0 für Investments, deren Wertentwicklung sich genau entgegengesetzt darstellt. Bei einer Korrelation von 0,0 besteht keinerlei Übereinstimmung. Die Kennzahl macht eine Aussage zur strukturellen Abhängigkeit der Wertentwicklung eines Fonds von seinem Vergleichsindex. Weisen Fonds und Index eine hohe Korrelation auf, werden sie auf dieselben Marktrisiken und -entwicklungen ähnlich reagieren. Die Korrelation sollte im Zusammenhang mit dem Beta-Faktor betrachtet werden und gibt dessen Güte an. Je höher die Korrelationskennziffer an 1 oder -1 heranreicht, desto größer ist die Aussagekraft des Beta-Faktors.

 

Kurs-Buch-Verhältnis (KBV)

Das KBV ist eine Kennzahl für den Substanzwert eines Unternehmens. Es wird errechnet, indem man den Aktienkurs durch den Buchwert je Aktie teilt. Der Buchwert der Aktiengesellschaft ergibt sich durch den Abzug der Verbindlichkeiten von der Summe der Aktiva. Die Aussagekraft der Bücher kann je nach Branche variieren und ist bei Industriefirmen beispielsweise höher als im IT-Sektor. Der Buchwert der Aktie ist das Ergebnis der Division des Unternehmensbuchwerts durch die Anzahl der Aktien. Je niedriger der Wert ist, desto preiswerter ist die Aktie. Wenn der Aktienkurs dem Buchwert entspricht, wird die Aktie zu ihrem „fairen Wert“ gehandelt.

 

Kurs-Cashflow-Verhältnis (KCV)

Das KCV ist eine Kennzahl der Liquidität eines Unternehmens. Man erhält es, indem man den Aktienkurs durch den Cashflow je Aktie teilt. Der Cashflow eines Unternehmens bildet die wirklichen Zahlungsflüsse in einer bestimmten Zeitperiode ab. Sein Wert gibt das Volumen der im Unternehmen für Investitionen und das Begleichen von Verbindlichkeiten vorhandenen liquiden Mittel an. Mit dem KCV kann die Entwicklung der Ertragskraft einer Aktiengesellschaft bewertet werden. Dabei gilt eine Aktie als umso preiswerter, je niedriger ihr KCV ist.

 

Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)

Das KGV ist die Kennzahl der Ertragskraft eines Unternehmens. Es wird errechnet, indem man den Aktienkurs durch den Gewinn je Aktie teilt. Hier gilt: Je niedriger die Kennzahl, desto preiswerter ist die Aktie. Ein niedriges KGV wird an der Börse als Einstiegssignal in die Aktie interpretiert. Sie gilt als unterbewertet und hat Aufwärtspotenzial. Liegt das KGV eines Titels hingegen über dem Marktdurchschnitt, kann dies als Ausstiegssignal gewertet werden. Die Aktie gilt als überbewertet, die Wahrscheinlichkeit, dass ihr Kurs fällt, ist hoch. Im Falle korrigierter Gewinnerwartungen kann das KGV zu Fehlinterpretationen führen, da optisch niedrige Kennzahlen die Ertragssituation des Unternehmens nicht mehr richtig wiedergeben.

 

Die Kennzahl R² baut auf der Korrelation auf. Sie drückt den Prozentsatz der Bewegungen eines Fonds aus, die durch Bewegungen in seinem Referenzindex erklärt werden können. R² ist das Quadrat der Korrelation. Ein R² von 0,7 bedeutet, dass 70,0 Prozent der Entwicklung des Fonds das Ergebnis der Entwicklung des Referenzindex ist bzw. 30,0 Prozent auf die aktive Auswahl von Aktien zurückgeführt werden können. Je deutlicher die Zahl unterhalb von 1 liegt, umso unabhängiger ist der Ertrag des Fonds vom Referenzindex. R² wird genutzt, um die Aussagekraft von Beta zu bestimmen. Je höher das R², desto signifikanter das Beta, weil klar wird, wie sehr dieses auf aktivem FondsManagement basiert. R² hilft also, den Grad sowie die Qualität der FondsManageraktivität einzuordnen.

 

Sharpe Ratio

Die Sharpe Ratio ist ein Maß für das Gesamtrisiko eines Fonds, da sie die Rendite ins Verhältnis zum absoluten Risiko des Fonds setzt. Die nach dem Nobelpreisträger William Sharpe benannte Kennziffer misst die Überschussrendite eines Fonds pro Risikoeinheit. Dabei wird der Fonds mit dem risikolosen Geldmarkt konfrontiert. Liegt die Sharpe Ratio eines Fonds bei 0,40 und damit im positiven Bereich, ist dies ein Indiz dafür, dass die FondsInvestition rentabler ist als die Platzierung des Kapitals am Geldmarkt. Ein negativer Wert bedeutet: Der Fonds ist schlechter als der Geldmarkt. Zu beachten bei der Interpretation dieser Kennzahl ist, dass sich die Definition eines „risikolosen“ Zinses im Zuge der Finanzkrise massiv gewandelt hat. Streng genommen sind risikolose Investments gar nicht mehr existent.

 

Tracking Error

Der Tracking Error ist die Kennziffer für die Spurabweichung des Fonds vom Index. Sie misst, wie stark die Positionen und ihre Gewichtung im Portfolio des Fonds prozentual von denen des Index abweichen. Zur Berechnung wird die Standardabweichung der Differenzrendite zwischen dem Fonds und seiner Benchmark ermittelt. Insofern wird der Tracking Error auch als Indikator für aktives Risiko verstanden und dient neben Alpha als Grundlage für die Berechnung der Information Ratio. Je niedriger der Tracking Error, desto stärker orientiert sich der FondsManager am Vergleichsindex. Je höher der Wert ist, desto unabhängiger bewegt sich der FondsManager in seinem Markt.

 

Value-at-risk (VAR)

Der Begriff bezeichnet ein Risikomaß für die Wahrscheinlichkeit und den Umfang von Verlusten einer bestimmten Risikoposition (z. B. eines Portfolios von Wertpapieren) in einem gegebenen Zeithorizont. Ein VAR von 10 Mio. Euro bei einer Haltedauer von 1 Tag und einer als Konfidenzniveau bezeichneten Eintrittssicherheit von 97,5 Prozent bedeutet, dass der potenzielle Verlust der betrachteten Risikoposition von einem Tag auf den nächsten mit einer Wahrscheinlichkeit von 97,5 Prozent den Betrag von 10 Mio. Euro nicht überschreiten wird. VAR wurde von J.P. Morgan entwickelt und ist heute ein Standardrisikomaß im Finanzsektor.

 

Autor:

Gerd Bennewirtz ist als geschäftsführender Gründungsgesellschafter der SJB FondsSkyline OHG 1989 Herausgeber speziell auf Privatinvestoren zugeschnittener Newsletter. Die wöchentlich erscheinenden Publikationen können gratis angefordert werden unter FondsEcho@sjb.de oder www.sjb.de.