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Sicherheit soll lohnende Geschäfte ermöglichen

Dienstag, 15.11.2016 17:00 von

Die Drohnen sind los. Weltweit ringen die Flugsicherungen darum, den unbemannten Flugobjekten vernünftige Grenzen zu setzen. Denn nur dann lässt sich mit der neuen Technologie auch Geld verdienen.

Die Drohnen sind nicht mehr aufzuhalten, da sind sich die Experten beim internationalen Flugsicherheitskongress in der Stadthalle von Langen einig. In wenigen Jahren werden weltweit Millionen der unbemannten Flugobjekte den Himmel bevölkern und den Luftverkehr unsicherer machen - wenn es schief läuft.

Und es läuft bereits einiges schief: 61 gefährliche Annäherungen an bemannte Flugzeuge und Helikopter hat es bis Ende Oktober allein im deutschen Luftraum gegeben, fünf Mal so viel wie ein Jahr zuvor, berichtet der Veranstalter Deutsche Flugsicherung (DFS). Am Montag ist eine Drohne im Münchener Olympiapark aus 180 Metern Höhe nur knapp neben einer Familie mit zwei Kindern zu Boden gekracht.

„Drohnen sind auf dem Radar nicht sichtbar und damit ein Alptraum für jede Flugsicherung“, sagt DFS-Chef Klaus-Dieter Scheurle. Im Verein mit der europäischen Luftsicherheitsbehörde EASA und der Deutschen Telekom will er daher möglichst allen unbemannten Fluggeräten einen Mobilfunkchip verpassen und deren Positionsdaten umgehend in die Flugsicherungssysteme einspeisen lassen.

Dieses noch im Modellversuch befindliche Verfahren findet ungeteiltes Lob der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit. Ihr Sprecher Markus Wahl hält wie die DFS gar nichts von dem einfachen, vom Bundesverkehrsministerium vorgeschlagenen Nummernschild, weil das schließlich erst in einem Schadensfall Hinweise auf den möglichen Verursacher geben könne. Die Piloten müssten vorher vor anderen Flugobjekten gewarnt werden. „In dem Moment, in dem ich als Flugzeugführer weiß, dass da Drohnen sind, habe ich ja schon den ersten Schritt in Richtung Sicherheit gemacht.“

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