Shopping-Riese hinkt hinterher

Donnerstag, 17.11.2016 17:40 von

Im Sommer hat Wal-Mart (Wal-Mart Aktie) das Start-up Jet.com für eine Milliardensumme übernommen. Damit hat der größte Einzelhändler der Welt seine E-Commerce-Sparte gestärkt. Trotzdem bleibt Chef Doug McMillon hinter den Erwartungen.

Wal-Mart bleibt hinter den Erwartungen zurück. Der Gewinn sank verglichen mit dem Vorjahreswert um 8,2 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Mehr als drei Prozent verlor die Aktie gleich nach Bekanntwerden der Zahlen im vorbörslichen Handel. Auf den ersten Blick keine gute Bilanz für den Shopping-Riesen. Schaut man allerdings etwas genauer hin, zeigt sich, dass endlich eine lange geforderte Aufholjagd begonnen hat.

Online legte der weltgrößte Einzelhändler nämlich um satte 21 Prozent zu. Ein Quartal zuvor waren es lediglich 12 Prozent. Vor allem der Zukauf des Internet-Start-ups Jet.com hat der E-Commerce-Sparte von Wal-Mart Auftrieb gegeben. Zuvor war das Traditionsunternehmen immer wieder für sein langsames Umsteuern kritisiert worden.

Seit Jahren kämpfte der Großkonzern mit dem Image des veralteten Ramschladens. Die Mitarbeiter wurden derart mies bezahlt, dass der Einzelhändler in den USA als Arbeitsplatz letzter Wahl galt. Auch Wettbewerber machten Wal-Mart von allen Seiten zu schaffen: Discounter und Konkurrenten, wie etwa die Supermarktkette Target (Target Aktie) im stationären Handel, und Amazon (Amazon Aktie) als Branchenführer im Onlineversand.

Die Verkaufszahlen fielen fünf Jahre in Folge und auch der Umsatz ging im vergangenen Jahr zum ersten Mal in der 45-jährigen Geschichte des börsennotierten Unternehmens zurück. Seitdem er 2014 den Job übernommen hatte, stand Chef Doug McMillon deswegen unter großem Druck der Investoren. Doch nun wagt er einen Strategieschwenk. McMillon hat das Gehalt seiner Angestellten erhöht, versucht die Ladenpreise zu senken und steckt Milliarden Dollar (Dollarkurs) in den Ausbau der Online-Sparte.

Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.