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Selig ist, wer online kauft

Donnerstag, 13.10.2016 17:40 von

Das Möbel-Start-up Westwing feiert fünfjähriges Bestehen. Sein Investor und Rocket-Chef Oliver Samwer hält eine religiös-inspirierte Rede. Was an der Samwerschen Version der Seligpreisung des Onlinehandels dran ist.

Oliver Samwer mag Ikea nicht besonders. Ein Samstag mit Millionen anderen Menschen im Möbelhaus, das ist für ihn verlorene Zeit. Darum investiert der Rocket-Internet-Chef seit geraumer Zeit in Möbel-Start-ups. Eines davon heißt Westwing. Es sitzt in München und dort hat es gestern seinen fünften Geburtstag gefeiert. Samwer war auch da.

Wenn vor 2000 Jahren, zu Jesus Zeiten, jemand den Menschen zwei Visionen für die Zukunft aufgemalt hätte, fragte er das Publikum, eine mit Offline-Handel und eine mit Online-Handel, welche hätten sie sich wohl erträumt? Die Antwort gab er gleich selbst: „Der Offline-Handel ist das unterlegene Modell“, sagte Samwer.

Jesus. Was sollten sie dem noch entgegensetzen, die geladenen Gäste, allesamt Produzenten von Möbeln, Leuchten, Porzellan und anderen hübschen Accessoires. Vielleicht ein paar Zahlen: Im Gegensatz zu Büchern, Kleidung und Elektronikartikeln findet der Handel mit Home-&-Living-Produkten noch zu über 95 Prozent auf der Ladenfläche statt.

Möbel-Start-ups wie Westwing und Home24 stecken die Millionen Euro ihrer Investoren in Werbung, verdienen aber noch nichts. Westwing etwa hat 1.600 Mitarbeiter und machte 2015 einen Netto-Umsatz von 220 Millionen Euro, bei einem Verlust von 50 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr des Jahres 2016 reduzierte sich der Verlust zwar schon ganz deutlich. Dafür verlangsamte sich aber auch das Wachstum. 

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