Sechs Kaufangebote für Reiseportale

Donnerstag, 01.09.2016 18:40 von

Nach der Insolvenz von Unister haben sich sechs Kaufinteressenten für die Reiseportale des Internet-Konzerns gemeldet. Um den Verkauf zu erleichtern, haben ab-in-den-urlaub.de und kurz-mal-weg.de nun Insolvenz angemeldet.

Sechs Bieter sind in der engeren Wahl für die Übernahme der Reiseportale des insolventen Internet-Konzerns Unister. Darunter seien überwiegend Konkurrenten aus der Branche, aber auch einige Finanzinvestoren, sagte ein Sprecher von Insolvenzverwalter Lucas Flöther am Donnerstag in Leipzig. Die Kaufangebote bezögen sich nur auf die Reisesparte um die Portale ab-in-den-urlaub.de und fluege.de. Flöther wertete die Zahl der Offerten als „gutes Zwischenergebnis“. Nun werde mit den Bietern einzeln verhandelt. Namen nannte er nicht. Unter anderem hatte der Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 Interesse an teilen von Unister angemeldet. Das letzte Wort beim Verkauf haben die Gläubiger.

Der Zeitdruck, um einen neuen Eigentümer für Unister Travel zu finden, sei geringer geworden. „Die Ertragslage ist stabil“, erklärte Flöther. Damit reiche das Geld, um die Reiseportale notfalls auch über Ende September hinaus unter seiner Ägide weiterzubetreiben. Bis zum Monatsende zahlt die Bundesagentur für Arbeit die Gehälter der Mitarbeiter für die Unister-Teile, die im Juli als erste Insolvenz angemeldet hatten. Dann sollen die Insolvenzverfahren offiziell eröffnet werden. Eigentlich will Flöther bis dahin einen Käufer gefunden haben.

Um den Verkauf zu erleichtern, haben auch die operativen Gesellschaften von ab-in-den-urlaub.de und kurz-mal-weg.de nun Insolvenz angemeldet. Flöther will nur das operative Geschäft ohne Altlasten und Schulden verkaufen. Mit dem Erlös werden die bisherigen Gesellschaften abgewickelt.

Das Interesse an den übrigen Teilen von Unister hält sich offenbar in engen Grenzen. Es gebe „weitere Angebot für kleinere Konzern-Einheiten“, teilte Flöther mit.

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