Schwellenländeranleihen: Die neuen Renditetreiber?

Freitag, 23.09.2016 10:21 von

Kopenhagen (GodmodeTrader.de) - Die in den letzten Jahren fallenden Zinsen bei den meisten sicheren Staatsanleihen aus Industrieländern wie Deutschland oder den USA hat den Appetit der Anleger auf andere Anlageklassen mit höherer Rendite verstärkt. Bent Lystbæk, Portfoliomanager des Fonds Danske Invest Emerging Markets Debt Hard Currency sieht Schwellenländeranleihen als eine interessante Option, wie er in einem aktuellen Marktkommentar schreibt.

Vor allem im krisengebeutelten Venezuela lägen in diesem Anlagesegment Chancen. Der südamerikanische Staat stecke derzeit in einer großen Wirtschaftskrise. Doch die Regierung wisse genau, dass sie das Land in absolut unüberschaubare Probleme stürzen würde, wenn sie bei den Staatsanleihen oder den von der staatlichen Öl-Gesellschaft emittierten Anleihen ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkomme, heißt es weiter.

„Eines der aktuell brisantesten Themen in der Finanzwelt ist der Zeitpunkt der nächsten Zinsanhebung durch die amerikanische Zentralbank. Bereits in den letzten Jahren haben die Signale der Federal Reserve (Fed) hinsichtlich einer Zinserhöhung für Unruhe an den Finanzmärkten gesorgt. Das hat insbesondere die Schwellenländer mit hohen Auslandsschulden und einem großen Zahlungsbilanzdefizit getroffen. Es gibt jedoch mehrere Gründe, die vermuten lassen, dass eine weitere Normalisierung der Geldpolitik in den USA dieses Mal nur relativ geringe Auswirkungen auf die Schwellenländer haben wird“, so Lystbæk.