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Schweden will zusätzliche Bankensteuer einführen

Montag, 07.11.2016 17:00 von

Eine von der Regierung eingesetzte Kommission hat Pläne zur Einführung einer neuen Bankensteuer veröffentlich. Die „Lohsummensteuer“ soll Zusatzeinnahmen von bis 700 Millionen Euro bringen, stößt aber auf Widerstand.

Schweden plant eine zusätzliche Steuer für Banken. Die vorgeschlagene Lohnsummensteuer könnte dem Staat umgerechnet 370 bis 700 Millionen Euro (3,7 Milliarden bis 7,0 Milliarden Kronen) einbringen, „vermutlich am oberen Ende der Spanne“, teilte eine von der Regierung eingesetzte Kommission am Montag mit.

Die Koalition aus Sozialdemokraten und Grünen hält die Banken für zu gering besteuert, weil die meisten Finanzdienstleistungen in Schweden - wie in Deutschland - von der Mehrwertsteuer ausgenommen sind. Damit sparten die Institute rund 1,9 Milliarden Euro im Jahr, erklärte die Kommission.

Bankenverbände und Arbeitnehmervertreter warnen davor, dass die Steuer Arbeitsplätze vernichte. Bis zu 16.000 der 120.000 Jobs bei Banken und Versicherern könnten damit verloren gehen. „Tausende von Jobs wegzubesteuern, ist zutiefst irrational“, erklärte der Chef des schwedischen Bankenverbandes, Hans Lindberg. Die größten vier Banken des Landes dürften in diesem Jahr zusammen rund acht Milliarden Euro Gewinn erwirtschaften.

Die größte skandinavische Bank Nordea hat mit der Verlagerung ihres Sitzes ins Ausland gedroht, wenn die Steuer eingeführt wird. Schwedische Geldhäuser müssen im europäischen Vergleich die dicksten Eigenkapitalpolster vorhalten. Außerdem zahlen sie in einen Stabilitätsfonds ein, der die Steuerzahler vor den Kosten einer Bankenrettung bewahren soll.

Die Lohnsummensteuer bemisst sich an der Summe der von einem Unternehmen gezahlten Gehälter. In Schweden soll sie bei 15 Prozent liegen. In Dänemark gibt es sie schon, Norwegen will von 2017 an eine Lohnsummensteuer von 15 Prozent erheben.

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