Schwaches Pfund zieht Ryanair runter

Dienstag, 18.10.2016 11:40 von

Der Billigflieger Ryanair senkt die Ticketpreise weiter – und nimmt dabei weniger Gewinn in Kauf. Das schwache Pfund sorgt dafür, dass die Preisabschläge drastischer ausfallen als eigentlich geplant.

Der irische Billigflieger Ryanair muss seine Prognose zusammenstreichen. Das schwache Pfund schmälert den Gewinn, begründet Firmenchef Michael O'Leary diesen Schritt: Der Gewinn werde in diesem Geschäftsjahr nicht wie zuletzt prognostiziert um zwölf Prozent steigen, sondern vermutlich um sieben Prozent.

„Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf die Auswirkungen des schwachen Pfunds auf unsere Ticketpreise im zweiten Halbjahr zurückzuführen“, erklärte O'Leary. Durchschnittlich würden diese im Winter um 13 bis zu 15 Prozent zurückgehen. Zuvor hatte Ryanair mit Preissenkungen von zehn bis zwölf Prozent kalkuliert. Gute Aussichten für sparsame Touristen aus der Euro-Zone – aber schlechte Zeiten für das Unternehmen.

Billigflieger wie Ryanair versuchen, Kunden mit niedrigen Ticketpreisen anzulocken um zu vermeiden, dass ihre Maschinen mit freien Sitzplätzen fliegen. Schließlich fallen Fixkosten wie etwa die Kerosinkosten oder Start- und Landegebühren für einen Flug auch an, wenn ein Flugzeug nicht ausgebucht unterwegs ist. Außerdem hoffen die Gesellschaften, mit Zusatzangeboten – wie etwa einer Extragebühr für Gepäck, einer Sitzplatzreservierung oder einem besseren Platz – die Abschläge beim Grundpreis wieder auszugleichen. Selbst Fluggesellschaften wie British Airways sind mittlerweile dazu übergegangen, Geld für Essen im Flugzeug zu verlangen.

Ryanair stelle sich häufig als Opfer des Markts dar, dabei gebe die Gesellschaft selbst häufig die Preise für den Markt vor, sagt Robin Byde von Cantor Fitzgerald in der BBC. „Die Zahl der Passagiere steigt und die Kabinen sind voll. Um das zu erreichen, nehmen sie heftige Preisabschläge vor.“

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