Schwacher Sommer, starkes Jahr

Mittwoch, 02.11.2016 15:00 von

Niedrigzinsen und ein schwieriger Aktienmarkt sorgen für einen Gewinneinbruch im dritten Quartal. Doch die Jahresziele sind in Sichtweite. Neue Strategie: Eine engere Anbindung an die Konzernmutter, die Commerzbank (Commerzbank Aktie).

Die niedrigen Zinsen und die Brexit-Flaute an den Aktienmärkten haben die Online-Bank Comdirect im dritten Quartal belastet. Der Gewinn sackte im Vergleich zum Vorjahr um ein knappes Drittel ab. Doch die Ertragsziele für das laufende Jahr sind nach neun Monaten nahezu komplett erreicht. Nach Veröffentlichung der Zahlen gab die Bank gleich die neue Strategie bekannt: Die Anbindung an die Konzernmutter Commerzbank soll verstärkt werden.

Die neue Strategie der Commerzbank soll die Tochter Comdirect enger an die zweitgrößte deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) binden. „Wir wollen die Zusammenarbeit weiter intensivieren“, sagte Comdirect-Chef Arno Walter der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch in Frankfurt. „Da geht noch mehr.“ Die Commerzbank hat sich eine Digitalisierung fast aller Prozesse auf die Fahnen geschrieben. Comdirect gilt wie die auf das Online-Geschäft ausgerichtete polnische Tochter mBank als Versuchslabor für viele Entwicklungen bei der Commerzbank. Auch die mBank wird Teil der Privatkundensparte von Deutschlands zweitgrößter Bank.

Der Comdirect-Chef ist dabei, das Profil des Online-Brokers zu schärfen. Er will sich wieder mehr auf Anleger und private Trader konzentrieren. Der reine Kundenzuwachs sei zweitrangig, sagte Walter in einem Pressegespräch. „Wichtiger ist mir das Depot-Wachstum.“ Die Commerzbank hat sich vorgenommen, bis 2020 zwei Millionen Privatkunden zu gewinnen. „Wir werden auch hier unseren Beitrag leisten“, sagte Walter, ohne sich auf eine Zahl festzulegen. Seit 2013 kamen mehr als 200.000 der eine Million neuen Commerzbank-Kunden von der Comdirect. Im Sommer hat sie die Marke von drei Millionen Kunden übersprungen.

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