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Schwache Produktivitätsentwicklung stärkt Anlagemärkte

Dienstag, 18.10.2016 11:00 von

Berlin (GodmodeTrader.de) - „Die schwache Produktivitätsentwicklung stärkt die Anlagemärkte“, schreibt Dieter Wermuth, Head of Macroeconomic Research bei Wermuth Asset Management, in seinem aktuellen Investment Outlook. „Langsames Wachstum in Kombination mit einer niedrigen Inflation könnte die neue Normalität sein. Solange es keine Anzeichen für eine Umkehrung dieser Trends gibt, müssen die Anleger lernen, mit ihnen zu leben.“

Wer hohe Gewinne erzielen möchte, muss laut Wermuth deshalb mehr denn je eine hohe Risikobereitschaft haben. Anleger sollten entweder ihre Gewinnerwartungen anpassen oder die Assetallokation an riskanteren Anlagen ausrichten, indem sie zum Beispiel in Private Equity, Schwellenländeranleihen und -aktien oder Rohstoffe umschichten.

Das reale BIP-Wachstum der 35 OECD-Länder werde in 2016 gegenüber dem Vorjahr um lediglich 1,5 Prozent steigen. Die Prognosen für das kommende Jahr seien nicht besser. Die Gefahr einer neuen Rezession sei also nicht zu vernachlässigen, während die Aktienpreise aktuell hoch zu sein schienen. Im Vergleich zu Anleihen seien Aktien jedoch nicht überbewertet, heißt es weiter.

„Nach den traditionellen Bewertungsansätzen erscheinen die Aktien-, Renten- und Immobilienmärkte überbewertet. Langfristig betrachtet könnten sie jedoch Vorboten der neuen Normalität sein. Es ist schwer zu sagen, wo diese Entwicklung hinführt. Niemand hat Erfahrungen in einem Marktumfeld mit vergleichbar schwachem Produktivitätswachstum“, so Wermuth.