Schlussstrich: Stadt Pforzheim nimmt Vergleich zu Zinswetten an

Dienstag, 20.09.2016 17:36 von

PFORZHEIM (dpa-AFX) - Nach riesigen Verlusten durch Zinswettgeschäfte hat die Stadt Pforzheim einen Schlusspunkt hinter jahrelange Rechtsstreitigkeiten gesetzt und sich einen weiteren Teil des Geldes zurückgeholt. Mit großer Mehrheit nahm der Gemeinderat am Dienstag in nicht öffentlicher Sitzung einen Vergleichsvorschlag des Landgerichts Frankfurt über 7,7 Millionen Euro an. Diese Summe muss die Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) an die Kommune zahlen. Das Geldhaus hatte den Vorschlag zuvor bereits akzeptiert. Pforzheim hatte ursprünglich 20 Millionen Euro gefordert.

Von der zweiten in die spekulativen Geschäfte verwickelten Bank JPMorgan erstritt die Stadt in einem anderen Verfahren bereits 37 Millionen Euro. Auch hier hatte ein Vergleich vor dem Landgericht Frankfurt zur Einigung geführt. Insgesamt waren der Stadt rund 56 Millionen Euro Verlust entstanden. "80 Prozent des Gesamtschadens von 56 Millionen Euro konnten wir zurückholen", sagte Oberbürgermeister Gert Hager nach der Abstimmung./avg/DP/stw