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Schlussspurt in 2016 geschafft

Donnerstag, 16.02.2017 06:39 von WirtschaftsWoche

2016 lief es insgesamt rund für die Deutsche Börse. Im laufenden Jahr warten auf den Marktbetreiber aber gleich mehrere Herausforderungen.

Die Deutsche Börse hat das vergangene Jahr mit einem Schlussspurt beendet. Sie profitierte dabei vom regen Handel an den Finanzmärkten nach der US-Präsidentschaftswahl. Die Nettoerlöse legten um 8 Prozent auf 2,39 Milliarden Euro zu, wie der Dax-Konzern am Mittwochabend in Eschborn bei Frankfurt mitteilte. Der operative Gewinn (Ebit) kletterte auch dank Kostensenkungen um 18 Prozent auf 1,11 Milliarden Euro. Unter dem Strich stieg der Gewinn im gleichen Maße auf 722 Millionen Euro. Die Aktionäre sollen daran mit einer von 2,25 auf 2,35 Euro je Aktie gestiegenen Dividende beteiligt werden.

Die Anleger blieben gelassen. Im außerbörslichen Handel zeigte sich der Kurs der Deutsche-Börse-Aktie zuletzt kaum verändert.

Nach einem starken ersten Halbjahr hatte sich das Handelsgeschäft im Sommer 2016 etwas abgeschwächt - viele Anleger hielten sich nach der Brexit-Entscheidung zunächst zurück. Nach dem Wahlsieg von Donald Trump bei der US-Präsidentschaftswahl kam aber neuer Schwung in die Finanzmärkte - die Deutsche Börse verdient daran durch Gebühren.

Allein im Schlussquartal stiegen die Nettoerlöse um 12 Prozent. Besonders stark liefen in Quartal und Gesamtjahr das Terminbörsen-Segment Eurex sowie die Abwicklungs- und Verwahrtochter Clearstream. Dagegen schwächelte der klassische Aktienhandel. Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen erneut mit einem Gewinnwachstum von 10 bis 15 Prozent.

Derzeit versucht sich die Deutsche Börse im dritten Anlauf an einem Zusammenschluss mit der Londoner Börse. Überschattet wird das Vorhaben von Ermittlungen gegen Börsenchef Carsten Kengeter wegen des Verdachts auf Insiderhandel. Kengeter soll auch das fusionierte Unternehmen führen. Zuvor kam den Börsenbetreibern schon die Entscheidung der Briten für einen Austritt aus der EU in die Quere.

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