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Schiffskrise: Bremer Landesbank erstmals mit Verlusten

Donnerstag, 01.09.2016 05:58 von

BREMEN (dpa-AFX) - Die Bremer Landesbank (BLB) hat aufgrund der anhaltenden Krise auf den Schiffsmärkten zur Jahresmitte 2016 erwartungsgemäß tiefrote Zahlen geschrieben. Die ersten sechs Monate schloss die zweitkleinste deutsche Landesbank mit einem Verlust von 384 Millionen Euro nach Steuern ab, wie die BLB in der Nacht zum Donnerstag mitteilte. Damit weise die BLB erstmalig Verluste aus. Im ersten Halbjahr 2015 hatte die Bank noch ein Plus von 56 Millionen Euro erwirtschaftet.

Die angeschlagene BLB wird nach einem Beschluss der Träger von Mittwochabend komplett von der Mutter NordLB übernommen.

Die Lage an den Schiffsmärkten habe sich seit Jahresbeginn nicht gebessert, so die BLB. Deshalb habe die Bank bereits im ersten Halbjahr eine Risikovorsorge von insgesamt 449 Millionen Euro gebildet.

"Dieses Halbjahresergebnis ist alles andere als zufriedenstellend, obwohl die operativen Geschäfte der Bank, insbesondere mit Unternehmenskunden und im Bereich Erneuerbare Energien, sich konstant gut entwickeln", sagte BLB-Vorstandschef Stephan-Andreas Kaulvers, der im Zuge der Übernahme seinen Posten abgeben wird.

Das Schiffsportfolio will die BLB weiter "wertschonend" bereinigen. "Unser Halbjahresergebnis können wir jedoch nicht eins zu eins hochrechnen", so Kaulvers. "Für das Gesamtjahr erwarten wir, wie bereits veröffentlicht, einen Verlust, der Kapitalmaßnahmen der Träger erfordert, um die angestrebte harte Kernkapitalquote von 11,5 Prozent zu erreichen."/hr/DP/zb