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Scheinkonten-Skandal rückt Banken ins Zwielicht

Dienstag, 13.09.2016 11:00 von

Der US-Senat verlangt Untersuchungen, auch die Notenbank Fed wird nervös: Der Skandal um Millionen fingierte Bankkonten bei Wells Fargo (Wells Fargo Aktie) zieht immer weitere Kreise. Die große Frage ist: Wer machte den Betrug möglich?

Neun Jahre lang hatte Carrie Tolstedt bei Wells Fargo die Kontrolle über das Geschäft mit privaten Girokonten. Die Bank wusste ihre Arbeit zu schätzen: Vergangenes Jahr bekam die Top-Managerin ein Vergütungspaket von neun Millionen Dollar (Dollarkurs), weil ihre Vertriebstruppen unermüdlich dafür gesorgt hatten, dass Kunden der Bank immer mehr Konten und Kreditkarten eröffnen. Das Dumme daran: Viele dieser Bankkunden wussten davon gar nichts.

Die Scheinkonten waren über Jahre hinweg im Namen bestehender Kunden eröffnet worden, um die Provisionen von Bankangestellten in die Höhe zu treiben und interne Vertriebsziele zu erreichen. Diese Praxis machte Manager und Managerinnen wie Carrie Tolstedt zu reichen Menschen. Nach Berechnungen von CNN-Money wird sich die 56-jährige Ende des Jahres mit einem Gesamtpaket von 124 Millionen Dollar aus Aktien, Optionen und anderen Wertpapieren von der Bank verabschieden, die jetzt auf einer Rechnung von 185 Millionen Dollar sitzen bleibt.

So hoch ist die Strafe, die die Aufsichtsbehörden für den Skandal ansetzen. Dazu kommen noch 2,6 Millionen Dollar, die Wells Fargo geprellten Kunden zurückzahlen muss. Sie haben schließlich Gebühren, Strafzinsen und Ähnliches für die insgesamt über zwei Millionen Luftkonten bezahlt.

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