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Scheinkonten-Skandal drückt auf Gewinn

Freitag, 14.10.2016 16:00 von

Im Zuge des Skandals um Scheinkonten bildet die US-Hypothekenbank Wells Fargo (Wells Fargo Aktie) Rückstellungen. Die drücken den Gewinn im dritten Quartal nach unten - trotz einer Einnahmensteigerung im Geschäft mit Immobilienkrediten.

Der Skandal um Phantomkonten bei der US-Großbank Wells Fargo droht sich auszuweiten. Das Geldhaus kündigte am Freitag an, nun auch Verkaufspraktiken in den Jahren 2009 und 2010 genau unter die Lupe zu nehmen. Der neue Bankchef Tim Sloan sagte, es sei die vorrangige Aufgabe, das Vertrauen in die Bank wiederherzustellen. Wegen Rückstellungen im Zusammenhang mit den Rechtstreitigkeiten in der Affäre fiel der Gewinn im dritten Quartal um 3,7 Prozent auf 5,2 Milliarden Dollar (Dollarkurs). Es war der vierte Rückgang in Folge. Er fiel allerdings geringer aus als von Experten befürchtet.

Die Einnahmen stiegen um zwei Prozent auf 22,3 Milliarden Dollar und übertrafen ebenfalls die Erwartungen. Dies lag auch daran, dass es im Kerngeschäft der größten US-Hypothekenbank im vergangenen Quartal rund lief. Die Einnahmen in der Sparte für Immobilienkredite stiegen um rund fünf Prozent.

Wells-Fargo-Mitarbeiter sollen Kunden zu kostspieligen Finanzprodukten überredet haben, die diese weder angefordert noch gebraucht haben. Teilweise mussten sie dafür Gebühren zahlen. Die Mitarbeiter wollten offenbar anspruchsvolle Verkaufsziele erreichen. Dafür richteten sie 2,1 Millionen fingierte Konten ein. Die externen Prüfer fanden zudem rund 623.000 Kreditkarten-Konten, die niemals aktiviert wurden. Die Bank bekräftigte nun, im Privatkundengeschäft künftig keine Ziele mehr auszugeben. Der Skandal ist einer der seltenen Rückschläge für die Bank, die relativ glimpflich durch die weltweite Finanzkrise kam.

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