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Schauprozess gegen das „Böse“

Freitag, 14.10.2016 12:20 von

Ausbeutung, Gentechnik und Umweltschäden: Gegen den US-Agrarkonzern Monsanto (Monsanto Aktie) organisieren Umweltschützer in Den Haag einen symbolischen Gerichtsprozess. Die Anklage lautet auf „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“.

Für Umweltschützer und Menschenrechtsaktivisten verkörpert Monsanto alles „Böse“ in der weltweiten Landwirtschaft. Sie machen den US-Konzern verantwortlich für den massenhaften Einsatz von Chemie, für die Verbreitung gentechnisch veränderter Pflanzen und für die Ausbeutung der Landwirte. Das Unternehmen, das für 66 Milliarden Dollar (Dollarkurs) von Bayer (Bayer Aktie) gekauft werden soll, ist für die Aktivisten Hauptzielscheibe im Kampf gegen die industrielle Landwirtschaft.

Am Wochenende erreicht der Protest gegen den US-Konzern einen neuen Höhepunkt. In der niederländischen Stadt  Den Haag wird eine Gruppe von Wissenschaftlern und Umweltschützern ein „Monsanto-Tribunal“ abhalten. Die Stadt haben die Organisatoren bewusst ausgewählt.

Dort, wo sonst der Internationale Strafgerichtshof tagt, soll es ein symbolisches „Gerichtsverfahren“ gegen Monsanto geben. Die Anklage lautet öffentlichkeitswirksam auf „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“.

Derartige Aktionen ist der amerikanische Konzern gewöhnt. Seit 2013 gibt es jedes Jahr im Mai in verschiedenen Städten weltweit den „Monsanto-March“. Umweltaktivisten aus aller Welt treffen sich zu Protestzügen gegen den amerikanischen Konzern. Die Vorwürfe sind stets dieselben: Monsanto verschleiere die schädlichen Auswirkungen seiner Produkte. Die Bauern in aller Welt würden mit Knebelverträgen an den Konzern gebunden.

Monsanto weist dies stets zurück und fuhr bisher eine distanzierte, manche sagen arrogante Linie in der Auseinandersetzung mit seinen Kritikern. Eine perfekte Basis, um sich Feinde zu machen.

Auch die Einladung zum Monsanto-Tribunal in Den Haag hat der Konzern abgelehnt. Am Freitagmittag starten die Organisatoren in Seminarräumen der Erasmus Universität ihre Protestaktion. Am ganzen Wochenende wettern Forscher, Landwirte und Anwälte gegen die Geschäftspraktiken des US-Konzerns, gegen gentechnisch veränderte Pflanzen und die industrielle Landwirtschaft überhaupt.

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