Santos verhandelt auch mit ELN-Guerilla über Frieden

Dienstag, 11.10.2016 07:20 von

Mit dem Rückenwind des Friedensnobelpreises will Kolumbiens Präsident Santos auch mit der ELN einen Frieden erreichen. Doch der Weg ist schwierig - und der Vertrag mit der Farc muss neu verhandelt werden.

Kolumbiens Präsident und Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos will nach dem Abkommen mit der Farc-Guerilla auch mit der kleineren Guerillagruppe ELN einen Friedensvertrag erreichen. Die konkreten Verhandlungen sollen am 27. Oktober in Ecuadors Hauptstadt Quito beginnen, teilten Unterhändler der Regierung und der ELN-Guerilla Montagabend (Ortszeit) in Venezuelas Hauptstadt Caracas mit. Eine Hauptforderung der Regierung ist die Freilassung aller Gefangenen. Schon im März hatte es einen Anlauf für Friedensgespräche gegeben, der aber am Streit um die Geiseln scheiterte.

Nun sollen die Gespräche mit Unterstützung durch die Regierungen Ecuadors, Venezuelas, Kubas, Chiles, Norwegens und Brasiliens zu einem Erfolg geführt werden. Vereinbart wurde in einem in Caracas veröffentlichten Kommuniqué, dass die 1964 gegründete, sozialistisch orientierte ELN bis zum Start der Verhandlungen weitere Geiseln freilässt. Damit strebt Santos, dem am Freitag der Friedensnobelpreis zugesprochen worden war, einen umfassenden Frieden an. Befürchtet worden war, dass sich ehemalige Farc-Kämpfer verstärkt der ebenfalls linken ELN anschließen könnten und sich damit der bewaffnete Konflikt im Land nur verlagern würde. Die ELN soll noch über 1300 bis 2000 Kämpfer verfügen, die Farc bezifferte ihre Kämpferzahl zuletzt auf 5800.

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