Top-Thema

07:06 Uhr +0,41%
Australien verhängt Millionenstrafe gegen BMW wegen Kreditgeschäften

Samwers Rendezvous mit der Realität

Donnerstag, 22.09.2016 13:00 von

Rocket Internet hat im ersten Halbjahr eine halben Milliarde Euro gemacht – will aber weiter bis Ende 2017 drei profitable Firmen präsentieren. Es wäre nicht das erste Versprechen, das zu spät eingelöst wird.

Als Rocket Internet 2014 an die Börse ging, wurde Rocket-Chef Oliver Samwer dafür kritisiert, dass er sein Unternehmen nur im Entry Standard listet. Dieses Börsensegment sieht geringere Berichts- und Transparenzpflichten vor, als der Prime Standard. Ohne den Prime Standard ist ein Aufstieg in TecDax, MDax oder gar Dax unmöglich. Der Prime Standard sei sein Ziel, sagte Samwer damals, das sei eines der Ziele, „an denen Sie uns messen können.“

In diesem Herbst sollte es eigentlich so weit sein. Nur: Von Vollzug kann keine Rede sein. Rocket bricht sein Transparenz-Versprechen: Die Aufnahme in den Prime Standard bleibe weiter „ein Ziel“, sagte Finanzchef Peter Kimpel in einer Telefonkonferenz anlässlich der Vorlage der Halbjahreszahlen, zum jetzigen Zeitpunkt bleibt Rocket aber im Entry Standard. Wann sich Rocket für die für Unternehmen seiner Größe üblichen Berichtspflichten bereit sieht, wollte Kimpel nicht weiter kommentieren.

Auch das Versprechen, wenigstens eines seiner E-Commerce-Töchter bald an die Börse zu bringen, muss Rocket voraussichtlich kassieren: „In den nächsten 18 Monaten geht eins unserer Start-ups an die Börse“, sagte Samwer vor fast genau einem Jahr. Kimpel gab sich jetzt deutlich vorsichtiger: „Wir werden sehen, wo die Märkte sind“, sagte der Rocket-Finanzchef. Etwas „ökonomisch nicht Kluges“ werde man nicht tun.

Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.