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„Ryanair-Rabatt ist eine richtig große Sauerei“

Freitag, 18.11.2016 11:40 von

Ryanair will ab Sommer 2017 von Frankfurt aus starten. Doch der Widerstand dagegen wächst. Vor allem der Gebührennachlass des Flughafenbetreibers Fraport (Fraport Aktie) steht in der Kritik. Der Condor-Chef findet deutliche Worte.

Ob Stefan Schulte die klaren Worte des Condor-Chefs Ralf Teckentrup noch hörte oder nicht, keiner weiß es. Der Chef des Flughafenbetreibers Fraport kam am Donnerstagabend just in dem Moment zum alljährlichen Branchentreff mit dem Namen „Condor Talk Night“, als Teckentrup seine kurze Ansprache fast beendet hatte.

Und die hatte es in sich. „Der frühere Air Berlin-Chef Joachim Hunold hat es immer Wegelagerei genannt. So weit will ich hier öffentlich nicht gehen“, sagte Teckentrup mit Blick auf die Gebührenpolitik der Flughäfen. Aber der Rabatt, den Fraport der irischen Billigfluggesellschaft Ryanair einräumen wolle, sei „eine richtig große Sauerei“, wetterte der Condor-Chef unter großem Beifall im Saal.

Ab kommendem Jahr stationiert Ryanair an Europas drittgrößtem Luftdrehkreuz zunächst zwei Flugzeuge, um die Flotte langfristig sogar mit weiteren Fliegern auszubauen. Fraport will Ryanair im ersten Jahr rund 50 Prozent der Gebühren erlassen. In den Folgejahren soll der Rabatt dann stückweise reduziert werden.

Condor erlöse im Schnitt 90 Euro pro Passagier. „Davon gehen 30 Euro an Fraport. Ryanair muss aber nur 15 Euro zahlen", rechnete Teckentrup vor. Das sei unfairer Wettbewerb denen gegenüber, die über Jahre als treue Systempartner des Flughafens mit ihren Gebühren den Ausbau des Airports erst ermöglicht hätten.

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