RWE in der Gewinnzone – ganz knapp

Montag, 14.11.2016 08:00 von

RWE muss kräftige Einbußen verzeichnen. Deutschlands größter Stromproduzent ist aber im Gegensatz zu Konkurrent Eon nicht in die roten Zahlen gerutscht. Bei den Gas- und Kohlekraftwerken stabilisiert sich das Geschäft.

Der Energieversorger Eon hat den Markt in der vergangenen Woche mit einem gewaltigen Verlust schockiert. Unter dem Strich stand wegen hoher Abschreibungen ein Fehlbetrag von 9,3 Milliarden Euro. So schlimm kam es bei RWE (RWE Vz Aktie) nicht. Der Konkurrent musste zwar auch enorme Einbußen verkraften, konnte sich aber in der Gewinnzone halten - wenn auch äußerst knapp. Das Nettoergebnis verringerte sich im Zwischenbericht für die ersten neun Monaten 2016 um 99,4 Prozent auf gerade einmal noch elf Millionen Euro, wie der Konzern am Montag mitteilte.

RWE verwies zum einen auf einen Rückgang beim operativen Ergebnis. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank um 13 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro. Der Großhandel rutschte in die Verlustzone. Das Kerngeschäft, die konventionelle Stromerzeugung in Atom-, Kohle- und Gaskraftwerken konnte sich dagegen stabilisieren.

Gleichzeitig verschlechterte sich das Finanzergebnis. RWE hatte zum einen im Vorjahr hohe Gewinne durch den Verkauf von Wertpapieren erlöst. In den ersten drei Quartalen 2016 musste der Konzern dagegen Verluste hinnehmen.

RWE legt erstmals nach dem Börsengang der „grünen“ Tochter Innogy den Zwischenbericht vor. Das Unternehmen, in dem RWE das Geschäft mit der Energiewende – erneuerbare Energien, Vertrieb und Netze gebündelt hat – hatte Anfang Oktober das Debüt am Aktienmarkt gegeben. RWE hält noch 77 Prozent der Anteil, führt das Unternehmen aber als Finanzbeteiligung.

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