Russlands Privatisierung gerät zur Farce

Freitag, 21.10.2016 11:40 von

Ein alter Putin-Freund nutzt Russlands Geldknappheit, um seinen Einfluss im Ölsektor auszubauen. Zum Ärger der Regierung, die tatenlos zuschauen muss.

Privatisierung ohne privates Kapital? Das geht nicht, könnte man annehmen. Das sagt nicht nur der gesunde Menschenverstand. Auch Russlands Regierung unter Premier Dimitri Medwedew war noch bis vor Kurzem davon überzeugt. Anfang des Jahres hatte das eher wirtschaftsliberale Kabinett einen großen Privatisierungsplan vorgelegt, darunter auch staatliche Anteile an Rohstoffkonzernen Bashneft und Rosneft, Russlands Tafelsilber. Die erhofften Milliarden sollten den klammen Haushalt stopfen, der das zweite Jahr in folge im Defizitbereich fährt, während in den Reservetöpfen langsam der Boden durchscheint. Privatisierung sei aber nicht nur eine Fiskal-Frage, sondern auch ein Weg zu strukturellen Reformen, hatte noch im Frühjahr Präsident Wladimir Putin in Medwedews Beisein versprochen.

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