Russlandkrise macht deutscher Modeindustrie weiter zu schaffen

Donnerstag, 15.09.2016 16:41 von

KÖLN (dpa-AFX) - Die Russlandkrise macht der deutschen Modeindustrie weiter zu schaffen. Insgesamt seien die Umsätze der Branche im ersten Halbjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 4,2 Prozent auf gut drei Milliarden Euro gesunken, teilte am Donnerstag der Modeverband Deutschland GermanFashion unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes mit. Die Zahl der Beschäftigten sei um 2,5 Prozent auf rund 24 000 gesunken, die Anzahl der Betriebsstätten um rund 7 Prozent auf 114.

Vor allem die Russlandkrise wirke sich weiter negativ aus, sagte der Präsident des Modeverbandes, Gerd Oliver Seidensticker. Nach einem Umsatzeinbruch von knapp 30 Prozent im ersten Halbjahr 2015 seien die Erlöse in diesem Jahr noch einmal um 16 Prozent zurückgegangen. Bisher sei es nicht gelungen, diese Einbußen durch bessere Geschäfte in anderen Absatzmärkten wettzumachen.

Bei den Textilimporten nach Deutschland liegt China als Lieferland nach wie vor unangefochten auf Platz eins. Erstmals seit drei Jahren musste das Reich der Mitte allerdings rückläufige Absatzzahlen hinnehmen. Dagegen legten die Zweit- und Drittplatzierten im Importranking - Bangladesch und die Türkei - deutlich zu./rea/DP/fbr