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Russland will Gespräch über winterlichen Gastransit durch Ukraine

Freitag, 25.11.2016 13:57 von

MOSKAU/KIEW (dpa-AFX) - Russland dringt auf Gespräche mit Kiew und Brüssel, um angeblich drohende Störungen beim Transit von russischem Erdgas durch die Ukraine im Winter abzuwenden. Die Ukraine habe ihre Speicher im Sommer nicht weit genug aufgefüllt, sagte Energieminister Alexander Nowak am Freitag nach Gesprächen mit EU-Energiekommissar Maros Sefcovic in Moskau.

Bei Frost könnte der Druck zu gering zum Weitertransport werden. Sefcovic sagte zu, dass solche trilateralen Gespräche in den kommenden Tagen in Brüssel stattfinden könnten.

Nach Kiewer Angaben ist der Druck schon auf russischer Seite zu niedrig. Politisch gibt es keine Anzeichen, dass die Ukraine im Winter russisches Gas nicht wie vereinbart durchleiten wird. Die Ex-Sowjetrepublik versucht aber wegen des Konflikts mit Russland in ihrer Energieversorgung unabhängig zu werden. Sie feierte am Freitag, dass sie seit einem Jahr kein russisches Gas mehr gekauft habe. Die krisengeplagte Ukraine ist seitdem aus der EU versorgt worden.

Das Transitland hat 2,6 Milliarden Kubikmeter weniger Erdgas in seinen Speichern als zu Beginn des vorigen Winters. Moskau bot Kiew an, zusätzlich 1,5 bis 4 Milliarden Kubikmeter Gas zu verkaufen. Nowak und Sefcovic sprachen auch über russische Pipeline-Projekte Richtung EU wie die Ostsee-Leitung Nord Stream 2 und Turkish Stream./fko/DP/she