Russland lässt die Opec zappeln

Donnerstag, 29.09.2016 16:41 von

Große Überraschung an den Finanzmärkten: Die Opec will ihre Förderung drosseln, daraufhin steigt der Ölpreis. Doch der Fördergigant Russland macht bisher nicht mit. Das Land meldet sogar neue Rekorde bei der Produktion.

Doppelter Grund zur Freude beim russischen Finanzministerium: Während die Ölpreise aufgrund der Opec-Einigung über eine Drosselung der Petrolproduktion nach oben gehen, strebt Russland selbst einem Rekordergebnis entgegen. Im September ist die tägliche Durchschnittsförderung auf 11,1 Millionen Barrel gestiegen – der höchste Wert in der postsowjetischen Ära. Das geht aus den vorläufigen Zahlen des russischen Energieministeriums hervor. Lediglich 1987 war das Förderniveau mit 11,4 Millionen Barrel pro Tag höher.Gegenüber dem August bedeutet das Ergebnis eine Steigerung von 400.000 Barrel pro Tag. Kein Wunder, dass Energieminister Alexander Nowak, der der Opec-Sitzung beiwohnte erklärte, für Russland sei das Einfrieren der Förderung auf September-Niveau die optimale Lösung. „Die Frage ist verhandelbar. Wir wollen natürlich, dass alle Länder, die sich am Einfrieren beteiligen, zufriedengestellt werden. Für uns ist das auf dem derzeitigen Niveau am vorteilhaftesten“, sagte er.

Russland hat sich der Einigung bislang noch nicht angeschlossen. Während Kremlsprecher Dmitri Peskow am Donnerstag nicht Moskaus Bereitschaft zur Drosselung der Ölförderung kommentieren wollte und die Frage an das Energieministerium verwies, bezeichnete der Experte des russischen Öl- und Gasförderverbands Rustam Tankajew die Wahrscheinlichkeit als hoch, dass sich Russland der Einigung anschließt. Wahrscheinlichster Zeitpunkt ist das nächste Opec-Treffen im November.

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