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Russisch-türkisches Tête-à-Tête

Montag, 10.10.2016 17:40 von

Die Staatschefs Erdogan und Putin demonstrieren in Istanbul ihre gekittete Freundschaft. Man spricht über Energieprojekte und den Syrien-Konflikt. Die beiden können nicht anders. Zu viel steht auf dem Spiel.

Recep Tayyip Erdogan hat international nicht viele Freunde. Der türkische Staatschef hat sich nach und nach mit fast allen überworfen. Ob Erdogan US-Vizepräsident Joe Biden trifft, Außenminister John Kerry in Ankara empfängt oder Kanzlerin Angela Merkel am Bosporus begrüßt: Stets ist seine Miene grimmig. Aber wenn Wladimir Putin kommt, lächelt selbst Erdogan. Man sieht: Die beiden können miteinander.

Dabei herrschte noch vor einem halben Jahr wegen des Abschusses eines russischen Bombers durch die türkische Luftwaffe Eiszeit zwischen Ankara und Moskau. Putin sprach von einem „Dolchstoß“, geißelte den türkischen Staatschef als „Komplizen“ der IS-Terrormiliz und beschuldigte Erdogans Familie, sie verdiene am Öl-Schmuggel der Dschihadisten. Jetzt sind die beiden Politiker wieder beste Freunde, wie die herzliche Begrüßung zeigte, die Erdogan dem Kremlchef am Montagnachmittag in Istanbul zuteilwerden ließ.

Die beiden Präsidenten nutzten die Bühne des Weltenergiekongresses, um der internationalen Öffentlichkeit ihre Aussöhnung zu demonstrieren. Sie wurde im Juni mit einer Entschuldigung Erdogans für den Abschuss eingeleitet. Nach einem Besuch des türkischen Präsidenten in Sankt Petersburg Anfang August und einem Treffen beim G20-Gipfel im chinesischen Hangzhou einen Monat später war die Begegnung in Istanbul bereits das dritte Tête-à-Tête.

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