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ROUNDUP: Weiterer Jobabbau bei Nokia Networks in München befürchtet

Dienstag, 22.11.2016 15:48 von

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Einschnitte beim Telekom-Ausrüster Nokia (Nokia Aktie) Networks in München könnten nach Befürchtungen von Arbeitnehmervertretern tiefer ausfallen als bisher bekannt. Bei den rund 350 Arbeitsplätzen, die in München wegfallen sollen, dürfte es nicht bleiben, hieß es am Dienstag bei der IG Metall. Über das Thema berichtete zuvor auch die "Süddeutsche Zeitung".

Das Unternehmen hatte angekündigt, deutschlandweit bis 2018 rund 1400 Arbeitsplätze abbauen zu wollen. Bei rund 400 Stellen davon sei aber noch unklar, an welchen Standorten diese wegfallen sollen, hieß es. Da es bei den Einschnitten vor allem um Zentralfunktionen gehe und diese schwerpunktmäßig in München und Stuttgart angesiedelt seien, mache man sich Sorgen um den Standort München.

Hintergrund der Befürchtungen ist der Abbruch von Verhandlungen zwischen der IG Metall und dem Unternehmen. Die Gewerkschaft wollte dabei nach eigenen Angaben für die Zeit nach dem geplanten Stellenabbau Zusagen für eine Standort- und Beschäftigungssicherung erreichen. Ziel der Verhandlungen sei es vor allem gewesen, Ruhe ins Unternehmen zu bringen, hieß es bei der IG Metall.

Ein Nokia-Sprecher erklärte, man kommentiere Spekulationen nicht. "Es gilt weiterhin, dass wir uns an den ordnungsgemäßen Prozess halten. Zuerst sprechen wir mit dem Betriebsrat und dann mit unseren Mitarbeitern, bevor wir uns öffentlich zu solchen Themen äußern." Bei den Gesprächen mit der IG Metall habe man keine Möglichkeit gesehen, "in wesentlichen Verhandlungspositionen eine Einigung zu erzielen". Daher würden die Gespräche nun auf betrieblicher Ebene fortgeführt, also zwischen Arbeitgeber und Gesamtbetriebsrat beziehungsweise den lokalen Betriebsräten. Ziel dabei sei es, einen Interessenausgleich und Sozialplan abzuschließen./csc/DP/fbr