ROUNDUP: Tarifverhandlungen für Zivilbeschäftigte vertagt

Mittwoch, 28.09.2016 16:59 von

MAINZ/BONN (dpa-AFX) - Die Tarifverhandlungen für die Zivilbeschäftigten bei ausländischen Streitkräften in Deutschland sind erneut vertagt worden. Wie die Gewerkschaft Verdi nach der zweiten Verhandlungsrunde am Mittwoch mitteilte, boten die Arbeitgeber ein Plus von 1,2 Prozent bei einer Vertragslaufzeit von 13 Monaten, die Gewerkschaft fordert aber 4,8 Prozent mehr. Die Verhandlungen gehen am 13. Oktober in Berlin weiter.

Verdi-Verhandlungsführer Tobias Schürmann sagte, für die Beschäftigten bei der Bundeswehr sei in diesem Jahr eine Steigerung von 4,75 Prozent erreicht worden. Das sollten auch die Zivilbeschäftigten bei den ausländischen Stationierungsstreitkräften bekommen. Das Bundesfinanzministerium, das bei den Verhandlungen die Arbeitgeberseite vertritt, teilte mit, die Vertreter der Streitkräfte hätten in den bisherigen Verhandlungen klargestellt, dass die Haushaltslage in ihren Ländern angespannt sei und dies Begrenzungen bei den Ausgaben bedeute. Das Ministerium hat bei den Gesprächen nach eigenen Angaben keine eigenen Spielräume.

Mehr als die Hälfte (7200) der Zivilbeschäftigten arbeitet bei den US-Streitkräften in Rheinland-Pfalz. Die Mehrzahl davon ist in der Westpfalz beschäftigt./jes/DP/tos