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ROUNDUP: Nach jüngster Angebotserhöhung - Bayer bei Monsanto schneller am Ziel?

Freitag, 09.09.2016 09:00 von

LEVERKUSEN (dpa-AFX) - Offenbar kommt Bayer (Bayer Aktie) nach der jüngsten Angebotserhöhung bei den Gesprächen mit seinem Übernahmeziel Monsanto (Monsanto Aktie) schnell voran. Das berichtet zumindest der US-Fernsehsender "Fox" und beruft sich auf Bankenkreise. Laut Fox seien die Gespräche "stark" vorangeschritten, eine Einigung sei bereits in der kommenden Woche möglich. Der Preis stünde aber noch nicht fest. Laut "Rheinischer Post" von Anfang der Woche wird der Bayer-Aufsichtsrat am 14. September über den Stand der Verhandlungen und die weiteren Schritte beraten.

Bayer hatte sein Übernahmeangebot für den umstrittenen US-Agrarchemiekonzern Monsanto am vergangenen Dienstag erneut leicht aufgestockt. Statt 125 US-Dollar will der Dax-Konzern nun 127,50 Dollar (Dollarkurs) pro Anteilschein in bar zahlen. Der deutsche Konzern selbst sprach von fortgeschrittenen Verhandlungen. "Die genauen Bedingungen einer endgültigen Transaktionsvereinbarung müssen vom Aufsichtsrat der Bayer AG genehmigt werden", hieß es am Dienstag. Die beiden bisherigen Offerten hatte das Monsanto-Management um Vorstandschef Hugh Grant als zu niedrig eingestuft. Das neue Angebot werde nun geprüft, wie auch Vorschläge anderer Parteien und weitere strategische Alternativen, hieß es von Monsanto.

Sollte es zu einem Zusammenschluss kommen, würde der deutsche Pharmakonzern zur weltweiten Nummer eins im Agrarchemiegeschäft aufsteigen. Es wäre mit rund 65 Milliarden Dollar (rund 58 Mrd Euro) auch die bislang größte Übernahme durch einen deutschen Konzern überhaupt.

Unterdessen prüft Bayer Kreisen zufolge den Verkauf seines Dermatologie-Geschäfts. Dabei sei ein Wert für die Geschäftsteile von rund 1,1 Milliarden Euro im Gespräch, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstagabend mit Berufung auf mit der Situation vertraute Personen berichtete. Bei der Ankündigung der Monsanto-Übernahmepläne hatte das Leverkusener Unternehmen mitgeteilt, dass zur Finanzierung keine Veräußerung von Geschäftsteilen erforderlich sei. Ein möglicher Verkauf werde nur aus strategischen Gründen in Betracht gezogen, hieß es damals. Bayer wollte am Freitag zu beiden Berichten keinen Kommentar abgeben./stk/stb