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ROUNDUP/'Digitalpakt' für Schulen: DGB fordert den Bund zu mehr Tempo auf

Mittwoch, 16.11.2016 06:16 von

BERLIN (dpa-AFX) - Vor dem Nationalen IT-Gipfel in Saarbrücken hat der DGB Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) aufgefordert, ihren Ankündigungen zum digitalen Klassenzimmer nun rasch Taten folgen zu lassen. Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack sagte der Deutschen Presse-Agentur in Berlin: "Der angekündigte Digitalpakt, also die bessere IT-Ausstattung der Schulen, droht zu einer Luftnummer zu werden, wenn die versprochenen Milliarden nicht schleunigst im Bundeshaushalt verankert werden."

Es reiche nicht, "diesen Pakt auf die Zeit nach der Bundestagswahl zu verschieben. Die Bundesregierung muss jetzt beim Nationalen IT-Gipfel eine klare, belastbare Ansage machen. Die Verhandlungen mit den Ländern müssen rasch beginnen." Bund und Länder sollten "ein Gesamtpaket aus Schulsanierung, Schulsozialarbeit und digitaler Ausstattung schnüren", sagte Hannack. Es dürfe "nicht nur um die Ausstattung mit WLAN und Tablets gehen". Notwendig sei auch eine Debatte über Chancen und Risiken der Digitalisierung.

Der zweitägige IT-Gipfel startet am Mittag (12.30 Uhr) mit einem Auftaktprogramm. Inhaltlicher Schwerpunkt ist die digitale Bildung. Insgesamt werden in Saarbrücken mehr als 1000 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft erwartet, darunter am Donnerstag Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD).

Nach den Plänen von Bundesbildungsministerin Wanka sollen alle rund 40 000 Schulen in Deutschland in den nächsten fünf Jahren mit einem Fünf-Milliarden-Euro-Programm für digitale Bildung fit gemacht werden. Während der Bund das gesamte Geld geben will, müssten sich die für Schulpolitik zuständigen Länder verpflichten, pädagogische Konzepte, Aus- und Fortbildung von Lehrern sowie gemeinsame technische Standards umzusetzen. Über einen solchen Pakt wolle sie bald mit den Ländern sprechen, ehe das Digitalisierungsprogramm für die Schulen nach der Bundestagswahl 2017 in Koalitionsverhandlungen eingebracht werden könne, sagte Wanka Mitte Oktober./ll/rtt/DP/zb