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ROUNDUP: Detlef Scheele zum neuen Chef der Bundesagentur gewählt

Freitag, 07.10.2016 14:57 von

NÜRNBERG (dpa-AFX) - Der frühere Hamburger Sozialsenator Detlef Scheele (SPD) wird neuer Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA). Der 60-Jährige soll am 1. April 2017 die Nachfolge von Frank-Jürgen Weise antreten, der dann in den Ruhestand geht. Der BA-Verwaltungsrat habe sich am Freitag in Nürnberg für Scheele ausgesprochen, teilte das Aufsichtsgremium mit. Für Scheele habe die große Mehrheit des Kontrollgremiums votiert, hieß es.

Der Wahl muss allerdings noch die Bundesregierung zustimmen. Da Scheele als Vertrauter von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) gilt, wird daran nicht gezweifelt. Scheele gehört dem BA-Vorstand seit Oktober 2015 an.

Nahles selbst zeigte sich am Freitag mit der Entscheidung des BA-Kontrollgremiums zufrieden: "Mit Detlef Scheele bekommt die Bundesagentur für Arbeit einen versierten Experten als Vorstandschef, der sowohl die Praxis an der Basis kennt als auch die Gestaltung der Arbeitsmarktpolitik auf Landes- und Bundesebene hervorragend beherrscht", erklärte sie.

Die mit Weises Ausscheiden frei werdende Vorstandsposition soll nach einem Vorschlag des Verwaltungsrats zum 1. April mit der Verbandsmanagerin Valerie Holsboer besetzt werden. Sie war bisher Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes der Systemgastronomie sowie der Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss. Seit Juli 2016 gehört sie auch dem BA-Verwaltungsrat an. Sie ist damit die erste Frau im Vorstand der Nürnberger Bundesbehörde.

Nach Angaben von Verwaltungsratschef Peter Clever soll sie als normales Vorstandsmitglied bisherige Aufgabenbereiche von Weise übernehmen. Weise ist unter anderem für Finanzen, Personal, Controlling und IT zuständig.

Zur Personalie Scheele betonte Clever, seine Wahl stehe "nicht für einen Neuanfang, sondern für eine Akzentverschiebung". Er erwarte, dass Scheele, was Effizienz und Wirtschaftlichkeit der Bundesagentur angehe, Weises Weg fortsetzen werde. Zugleich setze der Verwaltungsrat darauf, dass der frühere Hamburger Sozialsenator seine Kenntnisse und Erfahrungen in Sachen Arbeitsmarktpolitik bei der Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit nutze. Gleiches gelte bei der Integration von Flüchtlingen./kts/DP/stw