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ROUNDUP: Betriebsrenten trüben Aussichten für UPS - Jumbo-Großauftrag für Boeing

Donnerstag, 27.10.2016 15:59 von

ATLANTA/CHICAGO (dpa-AFX) - Beim US-Paketdienst UPS (UPS Aktie) bringen Rückstellungen für die Betriebsrenten die Gewinnpläne für 2016 in Gefahr. Nach einer leichten Gewinnsteigerung im Sommer bekräftigte UPS-Finanzchef Richard Peretz am Donnerstag zwar sein Gewinnziel, rechnet jetzt aber eine möglicherweise erhebliche Belastung bei den Betriebsrenten heraus. Kräftig investieren will United Parcel Service (UPS) in neue Frachtflugzeuge: Gleich 14 Exemplare von Boeings Jumbo-Jet 747-8 sollen ab kommendem Jahr schrittweise die Flotte verstärken.

Am Finanzmarkt richtete sich der Blick weniger auf die Betriebsrenten als auf das laufende Geschäft von UPS. In den Monaten Juli bis September toppte der Konzern beim Umsatz die Erwartungen der Analysten, beim Gewinn traf er die Erwartungen. Zum Handelsstart in New York sank der UPS-Aktienkurs um 1,7 Prozent.

So steigerte der Paketdienst seinen Umsatz im dritten Quartal auf 14,9 Milliarden Dollar (Dollarkurs) (13,7 Mrd Euro) - ein Plus von rund fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Überschuss kletterte um ein Prozent auf 1,27 Milliarden Dollar nach oben. Während das Geschäft mit internationalen Sendungen mehr Gewinn abwarf, verdiente UPS auf dem Heimatmarkt sowie bei der Fracht und der Lieferketten-Logistik trotz höherer Erlöse weniger als ein Jahr zuvor.

Die 14 neuen Jumbo-Frachter will UPS auf internationalen Strecken einsetzen. Die älteren Jumbo-Frachter vom Typ 747-400 sollen dafür zunehmend wieder in den USA abheben. Zudem hat sich der Konzern nach eigenen Angaben Kaufoptionen für weitere 14 neue Fracht-Jumbos gesichert. Bei Boeing (Boeing Aktie) dürfte der Auftrag für Jubelstürme sorgen: Wegen lange ausbleibender Neubestellungen war in der Branche bereits über ein baldiges Ende für den Jumbo spekuliert worden. Laut Preisliste haben die 14 Jets einen Gesamtwert von 5,3 Milliarden Dollar. Allerdings sind in der Branche hohe Rabatte üblich, besonders bei wenig gefragten Modellen.

UPS ließ mit seiner Einschränkung bei der Jahresprognose derweil viel Raum zur Spekulation. So soll der Gewinn je Aktie in diesem Jahr zwar weiterhin 5,70 bis 5,90 US-Dollar erreichen. Darin ist aber eine bisher nicht bekannte Belastung bei den Betriebsrenten nicht enthalten. Diese könne - unter anderem wegen der Niedrigzinsen - eine erhebliche Höhe erreichen, hieß es ohne Nennung einer Größenordnung. Einfluss darauf hätten unter anderem die Zinsentwicklung, die Renditen, die demographische Entwicklung und andere Annahmen, die Versicherungsmathematiker bei ihren Rentenprognosen berücksichtigen müssen.

Die Niedrigzinsen machen auch in Deutschland vielen Unternehmen zu schaffen, die ihren Mitarbeitern feste Zusagen zur Höhe ihrer Betriebsrenten gemacht haben. Weil die für die Pensionen angelegten Summen absehbar weniger Rendite abwerfen, müssen viele Konzerne in der Bilanz schon heute mehr Geld zurücklegen./stw/she/he