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ROUNDUP/Aktien New York: Gewinne nach erneutem Clinton-Sieg in TV-Duell

Montag, 10.10.2016 16:41 von

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach dem erneuten Sieg von Hillary Clinton im zweiten TV-Duell im Präsidentschaftswahlkampf gegen Donald Trump hat an der Wall Street am Montag gute Laune geherrscht. Für den Leitindex Dow Jones Industrial ging es in der ersten Stunde um 0,77 Prozent auf 18 380,23 Punkte aufwärts. Der marktbreite S&P 500 stieg um 0,70 Prozent auf 2168,77 Punkte. Der von Technologiewerten dominierten Nasdaq 100 gewann 0,74 Prozent auf 4900,55 Punkte.

"Der Risikoappetit der Anleger steht klar im Zusammenhang mit den Chancen von Hillary Clinton auf einen Wahlsieg", sagte ein Marktbeobachter. Folge an den Finanzmärkten war zum Beispiel, dass der mexikanische Peso deutlich von den sinkenden Gewinnchancen für Donald Trump profitierte, nachdem der Republikaner wegen früherer sexistischer Äußerungen in die Defensive geraten war. Die Währung des Nachbarlands der USA gilt als Stimmungsbarometer für den Wahlkampf, weil es von einem Sieg Trumps besonders stark betroffen wäre.

Besonders gefragt waren im Leitindex Dow die Papiere des Pharmakonzerns Merck & Co (Merck & Co Aktie) mit plus 2 Prozent. Das hauseigene Immun-Medikament Keytruda hatte laut dem US-Konzern in einer Lungenkrebsstudie erfolgreich abgeschnitten und für die Patienten die Gefahr des Fortschreitens der Erkrankung oder gar des Todes halbiert.

Die Papiere des Konkurrenten Brisol-Myers Squibb brachen derweil um gut 9 Prozent ein. Ihr Mittel Opdivo hatte die Erwartungen enttäuscht.

Auch ein weiterer Pharmawert zog das Interesse auf sich: Mylan (Mylan Aktie) schossen um 8 Prozent nach oben und profitierten damit von einem Vergleich mit der US-Regierung im Streit über die Abrechnung von staatlichen Leistungen. Laut Händlern empfahlen die Experten der Investmentbank Raymond James die Aktie nachdrücklich zum Kauf.

Aktien von Twitter setzten die Achterbahnfahrt der vergangenen Wochen derweil mit einem Minus von 14 Prozent fort. Der jüngsten Übernahmefantasie folgte nun die Ernüchterung: Einem Medienbericht zufolge haben inzwischen alle großen Kaufinteressenten abgewunken./ag/he