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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: FBI-Erklärung sorgt im Dax für Entspannung

Montag, 07.11.2016 10:14 von

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben am Montag erleichtert auf die jüngsten Entwicklungen im US-Präsidentschaftswahlkampf reagiert. Vor dem Börsenstart veröffentlichte schwache Daten aus der deutschen Industrie hinterließen zunächst keine Spuren. Der Dax gewann im frühen Handel 1,52 Prozent auf 10 415,36 Punkte und erholte sich damit etwas von seinen rund vierprozentigen Verlusten aus der vergangenen Woche.

Der MDax rückte um 1,06 Prozent auf 20 645,77 Punkte vor, und der Technologiewerte-Index TecDax stieg um 1,16 Prozent auf 1710,99 Punkte. Auch europaweit starteten die Börsen sehr freundlich: Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 1,50 Prozent auf 2998,80 Punkte.

FBI ENTLASTET CLINTON

In den USA hat die Prüfung der neu entdeckten E-Mails von Hillary Clinton laut dem FBI keine Hinweise auf ein kriminelles Verhalten der demokratischen Präsidentschaftskandidatin ergeben. Das werde von den Investoren nun "als Rückenwind für einen Wahlsieg Clintons gewertet", kommentierte Investment-Analyst Clemens Bundschuh von der LBBW in Stuttgart.

Die neuerlichen Untersuchungen hatten Clinton zuletzt leichte Einbußen in den Umfragen beschert und den als unberechenbar geltenden republikanischen Kontrahenten Donald Trump in Umfragen besser dastehen lassen. "Trump genießt seitdem ein nicht zu unterschätzendes Momentum im Endspurt um das Oval Office", sagte Bundschuh.

VW-AKTIE EINZIGER DAX-VERLIERER

Im Dax waren die Anteilsscheine von Volkswagen (VW Aktie) (VW) einziger Verlierer mit minus 0,17 Prozent. Die Zeitung "Bild am Sonntag" hatte über die Tochter Audi berichtet, dass diese stärker in den Abgasskandal verstrickt sei als bislang bekannt. So habe die kalifornische Umweltbehörde Carb im Sommer eine weitere illegale Softwarefunktion bei einem Audi mit V6-Motor entdeckt, die Audi auch zur Manipulation von CO2-Werten für Diesel und Benziner in Europa verwendet haben soll.

Eon stand mit ihrer Kraftwerksbeteiligung Uniper wegen geplanter Kosteneinsparungen im Blick der Anleger. Wie die "Rheinischen Post" (Samstagausgabe) schrieb, will der Essener Energiekonzern mehrere hundert Millionen Euro sparen. Allein Eon plane Einsparungen im niedrigen dreistelligen Millionen-Bereich. Bei Uniper sollen die Gesamtkosten bis 2018 im Rahmen des Sparprogramms "Voyager" um 500 Millionen Euro gesenkt werden, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Arbeitnehmerkreise. Während die Eon-Papiere im Leitindex um 1,15 Prozent stiegen, gewannen die von Uniper 0,63 Prozent hinzu.

ABSTUFUNGEN BELASTEN ZALANDO (Zalando Aktie), EVONIK UND CEWE

Die Aktien von Zalando rutschten im MDax als Schlusslicht um 3 Prozent ab. Sie litten unter einer Verkaufsempfehlung der Schweizer Bank UBS, die auf die Wettbewerbsrisiken für den Online-Modehändler durch Amazon verwies. Evonik litten unter einer Abstufung des Analysehauses Kepler und büßten 2 Prozent ein. Die Papiere des Fotospezialisten Cewe, von der Deutschen Bank aus der Kaufliste gestrichen, hielten im SDax mit minus 4,33 Prozent die rote Laterne.

Morphosys (MorphoSys Aktie) gewannen im TecDax 1,15 Prozent. Das Biotechnologie-Unternehmen gab weitgehend überraschungslose Neunmonatszahlen bekannt und bestätigte seine Gesamtjahresprognose./ck/ag