Top-Thema

09:20 Uhr -0,02%
Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax tritt nach starkem Wochenstart auf der Stelle

ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Mehrheitlich im Plus - Italien-Börse erholt sich

Dienstag, 29.11.2016 18:36 von

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Europas Aktienmärkte haben sich am Dienstag überwiegend freundlich aus dem Handel verabschiedet. Der EuroStoxx 50 arbeitete sich nach einem schwächeren Start immer weiter ins Plus vor und ging nur wenige Punkte unterhalb seines Tageshochs aus dem Handel. Am Ende rückte er um 0,72 Prozent auf 3038,42 Punkte vor. Rückenwind erhielt er dabei von den leicht ins Plus gedrehten US-Börsen.

Anleger blieben aber nervös wegen des Opec-Treffens am Mittwoch und der politischen Risiken, die am Wochenende von dem Referendum in Italien ausgehen. Auch der Eurokurs zeigte sich anfällig: frühe Verluste revidierten sich wieder, sodass die Gemeinschaftswährung zuletzt wieder über der Marke von 1,06 US-Dollar gehandelt wurde.

Regional tendierten die europäischen Märkte jedoch uneinheitlich. Vor allem in Frankreich und Italien ging es nach oben: In Mailand startete der FTSE MIB nach seiner jüngsten Talfahrt einen Erholungsversuch mit rund 2 Prozent Plus, während der französische Cac-40 um knapp 1 Prozent stieg. In London jedoch mussten die Anleger fallende Kurse verkraften: der FTSE 100 büßte wegen fallender Bergbau- und Ölaktien 0,40 Prozent ein.

Der von britischen Aktien geprägte europäische Öl- und Gassektor fiel um 0,89 Prozent, weil sich am Ölmarkt weiterhin die Zweifel negativ auswirken, dass sich die im Opec-Kartell organisierten Staaten bei ihrem Treffen am Mittwoch auf Förderkürzungen einigen können. Unter den Einzelwerten gaben die Papiere von BP und Shell in London jeweils um mehr als 2 Prozent nach. Total (Total Aktie) schlossen in Paris jedoch nur knapp mit 0,26 Prozent im Minus.

Deftiger waren die Abgaben unter den Bergbauwerten, die mit minus 1,43 Prozent das Schlusslicht in der europäischen Sektorwertung waren. Nachdem die Kurse am Vortag noch von anziehenden Preise für Industriemetalle profitierten, revidierte sich dies postwendend wieder. Antofagasta, Fresnillo und BHP Billiton hielten in London mit Verlusten jenseits der 3 Prozent die rote Laterne.

In der Schweiz verzeichneten die Aktien von Actelion eine Berg- und Talfahrt. Anfangs schwächer tendierend, sorgte eine Kreisemeldung für neuen Rückenwind, wonach der an einer Übernahme interessierte US-Konzern Johnson & Johnson (Johnson & Johnson Aktie) dazu bereit sein soll, mehr Geld auf den Tisch zu legen. Actelion-Aktien sprangen um 10 Prozent an und erreichten zwischenzeitlich bei 211 Franken ein Rekordhoch.

Die Papiere von italienischen Finanz- und Versicherungswerten starteten mit dem freundlichen Marktumfeld einen Erholungsversuch. Intesa Sanpaolo (Intesa Sanpaolo Aktie) zogen als Spitzenwert im EuroStoxx um mehr als 4 Prozent an. Die ehemaligen Indexmitglieder Unicredit und Generali kletterten in Mailand um etwa 3 Prozent. Französische Banken wie Societe Generale und BNP Paribas (BNP Paribas Aktie) schlossen sich dem mit einem Aufschlag von bis zu 2,12 Prozent an.

Außerdem zählten die Sanofi-Aktien im Leitindex der Eurozone mit einem Plus von rund 2 Prozent zu den größeren Gewinnern, nachdem die US-Bank Morgan Stanley nun optimistischer auf die Aktie blickt. Analyst Francois Meunier zielte in seiner Studie auf ein verbessertes Profil von Chancen und Risiken bei dem Pharmaunternehmen ab./tih/stb