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ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Gewinne nach jüngstem Rückschlag

Mittwoch, 28.09.2016 18:23 von

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Der EuroStoxx 50 hat seinen jüngsten Rückschlag am Mittwoch zunächst gestoppt. Der Leitindex der Eurozone schloss nach drei Verlusttagen in Folge 0,68 Prozent höher bei 2991,11 Punkten. Allerdings bröckelten die Gewinne am Nachmittag im Sog weiter schwankender Ölpreise etwas ab.

Für den französischen Cac-40-Index ging es um 0,77 Prozent auf 4432,45 Punkte nach oben und der britische FTSE 100 stieg um 0,61 Prozent auf 6849,38 Punkte.

Experten wie Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets warnen jedoch vor überzogenen Erwartungen: "Das, was wir jetzt an den Aktienmärkten sehen, ist Volatilität. An einem Tag geht es rauf, am anderen wieder runter. Unter dem Strich bleibt nichts als eine Seitwärtsbewegung." Diese Schaukelbörse könnte gut und gerne noch bis in den Oktober anhalten, glaubt Stanzl.

In den vergangenen Tagen hatten auch Sorgen über den Zustand von Europas Banken - allen voran den der Deutschen Bank - die Stimmung der Anleger getrübt. Die Papiere der Deutschen Bank erholten sich nun aber zur Wochenmitte zumindest ein Stück weit und zählten mit einem Plus von rund 2 Prozent zu den Favoriten im EuroStoxx 50. Vorstandschef John Cryan hatte der "Bild"-Zeitung gesagt, dass er weder Bedarf für eine staatliche Unterstützung noch für eine Kapitalerhöhung sieht. Das sorgte einem Händler zufolge für etwas Beruhigung.

Die Anteilsscheine von UK Mail schossen um mehr als 40 Prozent nach oben. Der britische Paketzusteller einigte sich auf eine Übernahme durch die Deutsche Post (Deutsche Post Aktie) für 242,7 Millionen Britische Pfund (280 Mio Euro).

Für die Papiere des weltgrößten Reisekonzerns Tui (TUI Aktie) ging es um mehr als 1 Prozent nach oben. Das Unternehmen trotzt der Türkei-Krise und den Terroranschlägen in Europa. Für das Ende September auslaufende Geschäftsjahr rechnet Vorstandschef Fritz Joussen mit mehr Gewinn als zuletzt.

Mit Blick auf das Branchentableau ging es für die Sektorindizes fast durch die Bank nach oben. Lediglich der Index der europäischen Immobilienwerte schaffte nicht den Sprung in die Gewinnzone./mis/he