Rote Fahnen über Duisburg

Mittwoch, 31.08.2016 15:20 von

Stahlarbeiter von Thyssen-Krupp haben für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze demonstriert. Sie wollen von Konzernchef Hiesinger mehr Klarheit über den geplanten Konzernumbau. Doch den Aderlass werden sie wohl nicht stoppen.

Vielleicht war es das Sommerwetter, das dafür sorgte, dass die Stimmung der Stahlkocher weniger hitzig als erwartet ausfiel: Rund 7000 Mitarbeiter von Thyssen-Krupp hatten sich am Mittwochmittag auf der grünen Wiese vor der Hauptverwaltung der Stahltochter Steel Europe versammelt, um dort für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze und mehr Informationen über den anstehenden Umbau der Sparte zu demonstrieren. Über ihnen ein strahlend blauer Himmel, die Temperaturen hochsommerlich. Manch ein Demonstrant verdrückte sich möglichst schnell in den Schatten der umstehenden Gebäude.

Doch nach dem symbolträchtigen Start der Protestaktion um fünf vor Zwölf hatten die Redner vom Oberbürgermeister der Stadt bis hin zu Betriebsräten und Vertretern der IG Metall sichtlich Mühe, die Menschenmenge einigermaßen in Stimmung zu bringen. Es brauchte schon einige markige Worten, damit die über Jahre erprobten Rituale endlich griffen: Die roten Banner der IG Metall wurden geschwenkt, die Trillerpfeifen schrillten in den Ohren, Applaus brandete auf.

Denn eigentlich geht es um viel für die Stahlwerker von Thyssen-Krupp, die nicht nur aus Duisburg kamen, sondern aus allen Standorten des Konzerns angereist waren. Da sind einmal die derzeit laufenden Verhandlungen von Thyssen-Krupp mit dem Wettbewerber Tata Steel. Sollte es wirklich zu einer Allianz (Allianz Aktie) der beiden Stahlsparten kommen, dürfte das nicht ohne Auswirkungen auf Jobs und Standorte haben.

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