Rohöl: Neue Bohr-Daten aus den USA ein Störfeuer für die Preise?

Montag, 17.10.2016 15:56 von

Frankfurt/ Wien (Godmode-Trader.de) - Die Ölpreise sind moderat schwächer in die neue Woche gestartet. Im Mittagshandel kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember 51,86 US-Dollar. Das waren neun Cent weniger als am Freitag. Der Brent-Ölpreis scheint sich bei 52 US-Dollar je Barrel zu stabilisieren, schrieb die Commerzbank. Der Preisanstieg um 20 Prozent seit Ende September sei stark spekulativ getrieben gewesen. Ob die Anleger weiter bei der Stange blieben, hänge maßgeblich davon ab, dass die OPEC ihre Ankündigung von Produktionskürzungen glaubhaft halte. „Sollten die Zweifel daran wachsen und die Anleger sich von ihren Long-Positionen trennen, würde dies erheblichen Abgabedruck auf die Ölpreise bedeuten“, so die Experten der Commerzbank.

Den leichten Preisdruck übten Daten aus den USA vom Freitagabend aus: Demnach lohnt sich das Bohren in den USA wieder. Der Dienstleister Baker Hughes meldete einen weiteren Anstieg der aktiven Bohrlöcher. Die Bohraktivität stieg in der vorvergangenen Woche den Angaben zufolge zum 15. Mal in den letzten 16 Wochen. Seit Ende Juni ist die Zahl der Ölbohrungen um gut 100 gestiegen. Die Hälfte des Rückgangs seit Jahresbeginn wurde damit wieder rückgängig gemacht. Laut Experten hat der Ölpreisanstieg der vergangenen Wochen das Fracking wieder lukrativer mache. Diese Entwicklung steht freilich den OPEC-Zielen, die Produktion zu begrenzen, diametral entgegen.