Richter verschiebt VW-Anhörung zu 3,0-Liter-Motoren

Mittwoch, 30.11.2016 01:00 von

Die Aufarbeitung des VW-Abgas-Skandals vor einem US-Gericht zieht sich hin: Die für heute angesetzte Gerichtsanhörung wird kurzfristig verschoben. Dadurch gewinnt VW Zeit für eine Einigung mit den US-Umweltbehörden.

Die rechtliche Aufarbeitung des Abgas-Skandals von Volkswagen (VW Aktie) zieht sich in den USA länger hin als erwartet: Der zuständige US-Richter Charles Breyer hat die Anhörung vor einem Bezirksgericht zu 3,0-Liter-Motoren vorschoben. Sie sei vom 30. November auf den 16. Dezember verlegt worden, teilte Breyer mit. Die Verhandlungen zwischen dem deutschen Autobauer, den Behörden und Anwälten hielten an. Eine Verschiebung des Termins könnte zu einer Lösung führen. Es seien zwar Fortschritte gemacht worden, jedoch sei noch keine Einigung gefunden worden.

Dadurch gewinnt der Konzern zusätzliche Zeit für eine Einigung mit den US-Umweltbehörden über Pläne zur Beseitigung von illegaler Abgastechnik in über 80 000 Dieselwagen.

Nach monatelangen Verhandlungen hatte Volkswagen Mitte November in den USA eine weitere wichtige Hürde zur Überwindung der Abgasaffäre genommen. Der Konzern erzielte laut Insidern eine Einigung über die Reparatur und den Rückkauf von rund 80.000 Diesel-Fahrzeugen mit 3,0-Liter-Motoren der Tochter Audi. Der Kompromiss mit den US-Behörden beinhalte das Angebot zum Rückkauf von etwa 20.000 älteren Fahrzeugen und die Nachbesserung von rund 60.000 Wagen.

Über einen Schadenersatz für Fahrzeugbesitzer wegen überhöhter Emissionen werde noch mit den Anwälten verhandelt. VW hatte bereits vor Monaten in den USA eine Einigung für rund 475.000 Dieselautos mit 2,0-Liter-Motor mit einer illegalen Abschalteinrichtung erzielt.

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