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Rhön-Klinikum drängt Finanzchef aus dem Amt

Donnerstag, 16.02.2017 16:11 von

Erst kürzlich wurde Rhön-Chef Martin Siebert auf den Posten des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden zurückgestuft. Nun geht das Stühlerücken beim Krankenhausbetreiber weiter. Diesmal trifft es wohl den Finanzchef.

Beim Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum dreht sich das Personalkarussell weiter. Nur gut zwei Wochen nach der Rückstufung von Rhön-Chef Martin Siebert zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden muss voraussichtlich auch Finanzchef Jens-Peter Neumann seinen Hut nehmen. Der Personalausschuss des Aufsichtsrats habe dem Kontrollgremium einstimmig empfohlen, den Vorstand auf drei Mitglieder zu verkleinern, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Neben Neumann soll auch der für das operative Geschäft zuständige Vorstand Martin Menger mit sofortiger Wirkung abberufen werden. Der Vorstand soll dann nur noch aus Vorstandschef Stephan Holzinger, seinem Vorgänger und Stellvertreter Martin Siebert sowie Bernd Griewing bestehen, der seit Januar 2016 Medizinvorstand bei Rhön ist. Zu den Gründen für den Vorstandsumbau äußerte sich ein Unternehmenssprecher nicht.

Der Aufsichtsrat stimmt über die Empfehlung des Personalausschusses, der von Aufsichtsratschef und Unternehmensgründer Eugen Münch geleitet wird, am 23. Februar ab. Das „manager magazin“ berichtete, Hintergrund sei ein Konflikt zwischen Finanzchef Neumann und Münch über die Strategie der Klinikkette. Münch wolle die Kliniken des Unternehmens mit IT und medizinischer Hochleistungstechnologie aufrüsten – Neumann habe ihn jedoch gewarnt, dass sich der Konzern dies nicht leisten könne. Holzinger war vom Aufsichtsrat, dem er seit 2013 angehörte, in den Vorstand gewechselt. Der 49-jährige Kommunikationsberater, der unter anderem Konzernsprecher bei BMW (BMW Aktie) war, gilt als Vertrauter Münchs, der noch rund zehn Prozent an Rhön hält.

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