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Rezession im Geiste

Freitag, 30.09.2016 07:20 von

Die USA sind im Aufschwung, doch die Präsidentschaftsanwärter stecken in der geistigen Rezession – und predigen Protektionismus.

Im TV-Duell zwischen Hillary Clinton und Donald Trump gab es Momente, da musste man sich als Zuschauerin fragen, warum die beiden sich diese Präsidentschaftskandidatur eigentlich antun. Warum sie nicht längst nach Saudi-Arabien, Singapur oder in die Schweiz geflohen sind – Staaten, in denen noch Ordnung herrscht, auf unterschiedlicher politischer Grundlage, wohlgemerkt. So verschieden die Kandidaten sind, eines vereint sie: Beide zeichnen das Bild der USA als eines verrotteten Landes, in dem das Überlebensmotto eigentlich lauten müsste: Rette sich, wer kann.

Die USA erleben derzeit einen deutlichen wirtschaftlichen Aufschwung. Die Arbeitslosenquote ist auf unter fünf Prozent gefallen, Unternehmen müssen die Löhne erhöhen, weil die Fachkräfte knapp werden, das mittlere Haushaltseinkommen der Amerikaner wuchs 2015 um 5,2 Prozent – der höchste Jahresanstieg seit 1967 und ein klares Zeichen, dass die Periode der Stagnation als Folge der Finanzkrise vorbei ist.

Im Fernsehduell dieser Woche aber ging es weder um Fakten noch um das Programm der beiden Kandidaten, was sie politisch nach der Präsidentschaftswahl gestalten wollen, um das Beste zu erreichen. Während die USA sich wieder im Aufschwung befinden, stecken die beiden Rivalen um das Präsidentenamt in der geistigen Rezession.

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