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Report: Aktive Familienpolitik steigert Müttererwerbstätigkeit

Donnerstag, 15.09.2016 05:47 von

BERLIN (dpa-AFX) - Eine aktive Familienpolitik kann nach einer Studie die Erwerbstätigkeit von Müttern erhöhen, das gesamtwirtschaftliche Wachstum steigern und das Armutsrisiko von Familien senken. "Mit einer aktiven Familienpolitik, so die Freiburger Prognos AG, lasse sich die Erwerbstätigenquote von Müttern bis 2030 um 11,6 Prozentpunkte auf 78,2 Prozent steigern und die Wochenarbeitszeit um 5,2 Stunden auf 31,1 Stunden. Die Väter könnten ihre Arbeitszeit von 41,5 auf 38,9 Stunden reduzieren.

Die Prognos AG hat den "Zukunftsreport Familie 2030" im Auftrag des Bundesfamilienministeriums erstellt. Er soll an diesem Donnerstag vorgestellt werden und liegt der Zeitung "Die Welt" bereits vor. Der Report entwerfe unter Fortschreibung vorhandener Trends ein Szenario für das Jahr 2030, schreibt das Blatt.

Demnach steige die Zahl der Zweiverdienerhaushalte um 11,7 Punkte auf 75,6 Prozent und das durchschnittliche Haushaltseinkommen um 1400 Euro auf 46 400 Euro im Jahr. Prognos-Direktor Andreas Heimer bezeichnete den Trendreport dem Bericht zufolge als "Plädoyer für eine mutige Familienpolitik"./sk/DP/stk