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Reisende dürfen wieder hoffen

Freitag, 07.10.2016 18:20 von

Eine vorläufige Einigung zwischen Management und Betriebsrat der Tui-Flugtochter soll dafür sorgen, dass die 41 Maschinen der Airline ab Sonntag wieder abheben. Am Freitag waren sie fast komplett am Boden geblieben.

Beim Hannoveraner Reisekonzern Tui (TUI Aktie) wachsen die Hoffnungen, dass der Flugbetrieb ab Sonntag wieder ungehindert aufgenommen werden kann. In einem Gespräch mit den Arbeitnehmervertretern um die Betriebsratschefin Karin Grobecker sagte Airline-Chef Henrik Homann zu, die Entscheidung über die Zukunft der Fluggesellschaft bis Mitte November zu vertagen.

Ursprünglich sollte der Konzern-Aufsichtsrat bereits am 26. Oktober den Weg freimachen, um die deutsche Flugtochter Tuifly unter einem gemeinsamen Dach mit der Touristiksparte von Air Berlin (Air Berlin Aktie) zu vereinen. Geplant ist ein gemeinsamer Verbund unter der Führung von Air-Berlin-Großaktionär Etihad. Gegen diese Absicht protestieren die Crewmitglieder von Tuifly seit Montag, indem sie sich massenhaft krank melden. Am heutigen Freitag fielen nahezu sämtliche 108 Flüge aus.

Betroffen war davon auch Air Berlin. Die Hauptstadt-Airline hat 14 ihrer 136 Flugzeuge samt Mitarbeitern bei Tuifly gechartert, wodurch am Freitag 90 Flüge ausfielen. Nur 40 von ihnen konnte Air Berlin retten, indem kurzfristig Maschinen bei Air Serbia, Alitalia und sogar bei der Lufthansa (Lufthansa Aktie) gemietet wurden.

Zu dem Gesprächsergebnis erklärte Tui-Personalvorstand Elke Eller: „Wir hoffen, dass dies unmittelbar zur Entspannung der Situation beiträgt.“ Sie sagte ihren Mitarbeitern zu, dass Tuifly mindestens für drei Jahre eine deutsche Gesellschaft mit Sitz in Hannover bleiben werde.

Auch die Arbeitsverträge der Tuifly-Mitarbeiter, die Betriebsräte und Personalvertretungen im Amt blieben erhalten. Einschnitte bei den Gehältern – Gerüchten zufolge sollten in der neuen Gesellschaft 20 Prozent weniger gezahlt werden – werde es nicht geben. Schon am Montag seien zudem weitere Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern geplant.

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