Reimer Rechtsanwälte: Insolvenzverwalter präsentiert Sanierungsvorschläge für Magellan

Dienstag, 18.10.2016 17:45

DGAP-Media / 18.10.2016 / 17:43
 
   - Gläubigerversammlung bestätigt den Insolvenzverwalter
 
   - Investoren votieren für Fortführung des Verkaufsprozesses
 
   - Zügiger Magellan-Verkauf zu mehr als 120 Mio. Euro erscheint möglich
 
   - Finale Entscheidung erfordert weitere Gläubigerversammlung
 
 Hamburg, 18. Oktober 2016 | Auf der Gläubigerversammlung der insolventen
 Kapitalanlagegesellschaft Magellan Maritime Services GmbH am 18. Oktober in
 Hamburg haben die mehr als 700 Anwesenden Peter-Alexander Borchardt von
 Reimer Rechtsanwälte als Insolvenzverwalter bestätigt. In der Versammlung
 hat Borchardt über den bisherigen Verlauf des Insolvenzverfahrens
 berichtet, seine Position zu strittigen Rechtsfragen erläutert und
 Sanierungsalternativen vorgestellt.
 
 Betroffen vom laufenden Insolvenzverfahren sind insgesamt rund 8900
 Gläubiger, die bislang Forderungen in Höhe von rund 346 Millionen Euro
 angemeldet haben. Dabei handelt es sich überwiegend um Ansprüche von
 Kapitalanlegern, die in mehr als 99.000 Seecontainer verschiedener Größen
 (157.000 TEU) investiert haben.
 
 In den vergangenen Wochen hatte ein Expertenteam des Insolvenzverwalters
 mögliche Sanierungsvarianten  analysiert und weltweit mehr als hundert
 potenzielle Investoren angesprochen. Auf Grundlage dieser Untersuchungen
 und Verhandlungen empfahl Borchardt den versammelten Gläubigern und deren
 Vertretern, einen bereits angestoßenen Verkaufsprozess über das Container-
 Portfolio fortzuführen.
 
 Hierfür liegen dem Insolvenzverwalter bereits zahlreiche indikative
 Angebote vor. Ein Verkaufspreis von deutlich über 120-130 Mio. Euro könnte
 realisierbar sein. "Wenn wir den laufenden Investorenprozess zügig und
 erfolgreich beenden, könnte der finanzielle Schaden für die Gläubiger weit
 niedriger ausfallen als bei einer Fortführung des Unternehmens", so
 Borchardt. Zudem würde sich eine alternative Betriebsfortführung noch
 mindestens bis zum Jahr 2023 hinziehen und große wirtschaftliche Risiken
 bergen.
 
 Auf der Gläubigerversammlung sprach sich eine klare Mehrheit der Gläubiger
 für eine Fortführung des laufenden Investorenprozesses aus - mit dem Ziel
 eines zumindest teilweisen Verkaufs des Portfolios. Eine endgültige
 Entscheidung über Fortführung oder Verkauf kann jedoch erst zu einem
 späteren Zeitpunkt und bei Vorliegen konkreter Kaufangebote in einer
 weiteren Gläubigerversammlung erfolgen. Mindestens bis dahin wird der
 Insolvenzverwalter Magellan Maritime Services fortführen. Gleichzeitig
 stellte Borchardt eine zeitnahe Abschlagzahlung an die Gläubiger in
 Abstimmung mit dem Insolvenzgericht in Aussicht.
 
 Ferner beauftragten die Gläubiger den Insolvenzverwalter, einen
 Verteilungsinsolvenzplan zu entwerfen und in diesem Zusammenhang auch die
 strittigen Aussonderungsrechte an den Containern und den dazugehörigen
 Rechten zu lösen.
 
 Pressekontakt:
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 Andreas Jung | Wiebke Krahmer
 E-Mail: jung@das-amt.net | krahmer@das-amt.net
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