Reich, schön, unerfahren

Mittwoch, 16.11.2016 08:00 von

Die Kinder, der Schwiegersohn, ein schrulliger Internet-Millionär: Donald Trumps Übergangsteam hat viele Talente. Aber eines ist Mangelware: politische Erfahrung. Das kann fatale Folgen haben.

Der Übergang der präsidialen Macht in den USA ist bis ins Detail geregelt. Der amtierende Präsident muss schon im Vorfeld des Wahltags ein Übergangsteam einsetzen, um dem Team seines möglichen Nachfolgers schon vor dem Wahltag Unterstützung zukommen zu lassen. Der Neue muss wissen, was auf ihn zukommt, Abläufe und Protokolle kennen und nicht zuletzt gilt es, tausende Positionen in Regierung, Verwaltung und den verschiedenen Agenturen neu zu besetzen oder im Amt zu bestätigen. Viele davon müssen vom Senat bestätigt werden.

Die während einer Amtszeit angesammelten Daten und Dokumente werden für die Übertragung in die Kongressbibliothek vorbereitet. Nach seiner Vereidigung am 20. Januar wird Präsident Donald Trump Kalender und Datenbanken der Vorgängerverwaltung gelöscht vorfinden, die Aktenordner für die Regierungsgeschäfte sind leer. Da ist es wichtig, dass die neue Mannschaft sofort loslegen kann.

Für Trump ist es ein Rennen gegen die Zeit. Denn er ist spät dran, hätte schon vor Monaten ein Team bilden können, es jedoch nicht gemacht. Die überraschende Personalrochade vom Wochenende, als er seinen Vizepräsidenten, den Vollblut-Politiker und Washington-Insider Mike Pence, zum Chef seines Übergangsteams machte und den unerfahrenen Chris Christie zurück ins Glied beorderte, zeigt, dass er das verstanden hat. Reibungsverluste kann er sich nicht mehr leisten. Aber er hat kaum jemanden mit Erfahrung, auf den er bauen kann.

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